„Dollhouse“ – Wheadons Serie wird mit jeder Folge besser!

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Ich stehe Joss Wheadon gespalten gegenüber, mit „Buffy“ und „Angel“ konnte ich nie wirklich etwas anfangen, aber „Firefly“ war großartig. So habe ich seiner neuen Serie „Dollhouse“ dann doch mal eine Chance gegeben, und obwohl die ersten Folgen einen nicht gerade vom Hocker hauen, gewinnt die Serie innerhalb der ersten Staffel immer mehr an Fahrt, die Story wird spannender, die Charaktere entwickeln sich weiter und der Humor und die originellen Einfälle, die schon „Firefly“ geprägt haben, sorgen dafür, dass ich mich jetzt auch freue, dass „Dollhouse“ doch noch mit einer zweiten Staffel fortgesetzt wird.

Inhalt

Eine geheime Untergrundorganisation hat die Technologie, die Persönlichkeiten von Menschen durch die von anderen zu ersetzen. Reiche Leute können diese Persönlichkeiten mieten, natürlich für einen entsprechenden Preis. Eine der menschlichen „Hüllen“, die dafür genutzt werden ist Caroline, die nun als Echo Aufträge für das Dollhouse erledigt und in die Charaktere schlüpft, die von den Kunden gewünscht werden. Doch ihr wahres Ich ist nicht komplett ausgeschaltet und beginnt sich langsam zu erinnern, wer sie wirklich ist.

Review

Die Idee hat was für sich, aber wie in den ersten Folgen Hauptdarstellerin Eliza Dushku in immer wieder wechselnden Charakteren zu sehen, macht noch keine Serie aus. Der Plot um ihr wahres Ich, den durchgedrehten Alpha und den ständig nach dem Dollhouse suchenden FBI-Agent, der nicht merkt, wie sehr das Dollhouse auch auf sein Leben Einfluss hat, machen die Serie zunehmend spannender. Allerdings sind auch die Charaktere und Situationen, in die Echo gerät, sehr abwechslungsreich gestaltet und gut ausgewählt.

Abheben tut sich die Serie dann aber doch durch ihren Humor, originelle Nebenhandlungen und eine Ladung gut durchdachter Charaktere. Der junge, flippige Wissenschaftler, die scheue Ärztin, die dominante Chefin, der zweifelnde Ex-Cop und der willensstarke FBI-Agent, sie alle tragen dazu bei, das Szenario abwechslungsreicher zu getalten und den Zuschauer immer wieder in die Situation zu bringen, sich zu fragen, wer hier eigentlich gut und wer böse ist. Wie falsch ist die Existenz des Dollhouse? Sind die benutzten Menschen Sklaven, obwohl sie doch freiwillig den Vertrag unterschrieben haben?

Ich würde „Dollhouse“ jetzt nicht gleich zu meinen Lieblingsserien zählen, so umgehauen hat sie mich dann doch nicht, aber einen Versuch ist sie auf jeden Fall wert, dann allerdings auch mindestens vier Folgen austesten, vorher kommt die Serie nicht in Fahrt. Und man sollte sich nicht von den erotischen Werbebildern mit Eliza Dushku anziehen oder abschrecken lassen, „Dollhouse“ ist ganz sicher keine Erotikserie.

Ich bin gespannt, wie die zweite Staffel aussehen wird, Ansätze sind am Ende der ersten Staffel genug vorhanden. Außerdem interessiert es mich natürlich, was sich hinter der ominösen Folge 13 „Epitath One“ verbrigt, die angeblich in der Zukunft spielen soll und wohl Ende Juli als unabhängige Folge im US-TV ausgestrahlt werden soll.

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2 Kommentare

  1. Hm… die Meldung macht mich doch neugierig.
    Bin auch durch Serenity sowie Firefly (und X-Men-Comics) Fan von Joss Whedon geworden, obwohl mir Buffy und Angel ziemlich schnuppe sind.
    Das mit den vertauschten Persönlichkeiten klingt dann doch ziemlich abgedreht.. um nicht zu sagen: verwirrend :P

    Na ja… vielleicht gibt es bald irgendwo eine günstige Staffel-Box. Dann würde ich mir das nochmal überlegen.
    Bzw. im deutschen TV läuft die Serie nicht, oder? (bin nicht so der TV-Gucker)

    MfG
    F.

  2. Tja, da hat die Serie doch noch die zweite Staffel bekommen, nach der soll nun aber Schluss sein. Joss Wheadon verspricht aber, der Serie ein großartiges Finale zu geben.

    http://www.slashfilm.com/2009/11/11/dollhouse-cancelled-significant-finale-promised/

    So ist das doch vollkommen ok, wenn man während der Produktion bekannt gibt, dass die Serie keine weitere Staffel bekommt und somit die Chance besteht, noch ein Finale zu drehen und nicht mit einem Cliffhanger aufzuhören.

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