„Illuminati“ – Spannende Umsetzung der Buchvorlage

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Für mich war „Illuminati“ immer der beste Roman von Dan Brown und obwohl die Verfilmung von „The Da Vinci Code“ eigentlich sehr nah an der Vorlage war, hatte er doch irgendwie nicht überzeugen können. Daher war ich gespannt, ob „Illuminati“ der Vorlage gerecht werden und auch als Film funktioniert würde. Und ich wurde positiv überrascht, denn obwohl natürlich viele Kürzungen und kleine Änderungen zum Buch gemacht werden mussten, fesselt der Film auf voller Länge und nimmt einen mit auf eine spannende Schnitzeljagd quer durch Rom.

Inhalt

Nachdem in der Schweiz Antimaterie produziert worden ist, wird sie auch gleich gestohlen und im Vatikan versteckt. Nur wenige Stunden bleiben, bis sie den kompletten Vatikan und halb Rom zerstören könnte. Als Verantwortliche geben sich die Illuminati zu erkennen, so holt man den Symbologen Robert Langdon, um seltsame Rätsel zu entschlüsseln. Vier Kardinäle sollen immer zur vollen Stunde in Rom hingerichtet werden und nur Langdon hat das Wissen, um die Hinrichtungsorte rechtzeitig zu lokalisieren. Und er muss sich beeilen, denn der Vatikan ist voll besetzt, vor kurzem ist der alte Papst gestorben und alle Kardinäle sind dabei, einen neuen zu wählen …

Review

Die Geschichte um die Illuminati tritt bei diesem Film nicht so in den Vordergrund wie noch bei „The Da Vinci Code“ die Geschichte um Jesus und seine Nachkommen, dafür macht die Jagd nach Hinweisen und die Suche nach Statuen und Kirchen umso mehr Spaß. Wild hetzt man mit Langdon und der Schweizer Garde von einer römischen Kirche zur nächsten, nur um gleich das nächste Rätsel zu knacken. Vielleicht funktioniert das hier besser als im ersten Film, da der Aktionsbereich überschaubarer ist, allerdings fühlt man sich oft schon wie bei einer Folge von „24“ und ist etwas verblüfft, was man innerhalb einer Stunde so alles erledigen kann, das ist allerdings auch im Buch schon so.

Beeindruckend sind die CGI-Aufnahmen der Orte, in denen Handlung spielt. Da ist niemandem etwas aufgefallen? Richtig, aber wenn man bedenkt, dass dem Filmteam nahezu jeder Originalschauplatz zum Drehen verwehrt wurde, ist es doch schon gelungen, wenn man trotzdem das Gefühl bekommt, es wäre wirklich überall vor Ort gedreht worden. Aber dass der Vatikan bei einer Verfilmung von Büchern von Dan Brown nicht unbedingt begeistert Drehgenehmigungen erteilen würde, war wohl vorhersehbar.

Die Kürzungen und Änderungen zum Buch sind meiner Ansicht nach vertretbar, auch wenn natürlich hier und da ein paar Logiklöcher entstehen. Der Anfang ist deutlich kürzer und generell wird fast komplett auf die Ereignisse bei CERN verzichtet. Zudem wurde für den Film natürlich viel Dialog bezüglich des Konflikts zwischen Kirche und Wissenschaft weg gelassen, länger hätte der Film aber auch nicht sein dürfen. Und ich persönlich war begeistert, dass man die unrealistische Helikopterszene im Vergleich zum Buch geändert hat, da hatte ich beim Lesen echt den Kopf geschüttelt.

Mich persönlich hat es allerdings gestört, dass Arne Elsholtz, der Synchronsprecher von Tom Hanks, offensichtlich bei diesem Film zum ersten Mal seine dritten Zähne ausprobiert hat. Er spricht sehr komisch und scheint fast zu lispeln. Hoffentlich ist das ab jetzt kein Dauerzustand, denn Tom Hanks ist ja nicht der einzige Schauspieler, dem er seine Stimme leiht, und immerhin ist Elsholtz auch bereits 64 Jahre alt.

Fazit

Insgesamt bietet „illuminati“ aber ein kurzweiliges Filmerlebnis, das zu unterhalten weiß und auch Fans des Buches nicht enttäuschen sollte.

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11 Kommentare

  1. Hab da bis jetzt sehr widersprüchliche Meinungen gehört – die einen sind begeistert, die anderen sind vertreten die Auffassung dass der Film dem Buch nicht gerecht wird. Da bleibt wohl nichts anderes übrig als sich den Film mal selbst anzuschaun!

  2. Pau das hast mit deiner Meinungen vollkommen recht der film ist perfekt da vinci code war meines erachtens weit übertrieben gehandelt ,aber illuminati war hin geben gut.
    Ich würde sagen ein neuer Pflicht film auf der Liste der Pflichtfilme!!!!

  3. Also wenn ihr hier schreibt, dass der Film wirklich richtig gut ist, dann geh ich demnächst ins Kino. Ich wollte mich vorher nur vergewissern, ob er gut wird. Aber wenns hier steht… ;)

    LG Moviemaster

  4. Obacht Moviemaster. Wer Bücher von Dan Brown mag, ist zumindest zeitweise nicht Herr seiner Sinne.
    Wir wissen also nicht wirklich ob der Film gut ist.

    Ich werde ihn mir aber auch anschauen.

  5. Es ist ein guter, gelungener Film; und er wird der Buchvorlage durchaus gerecht. Es ist wirklich förderlich, dass alles in einem begrenzten Gebiet spielt. Die weibliche Hauptdarstellerin ist allerdings nicht mein Fall, mag aber auch an der Synchronisation liegen.
    Es lohnt sich auf jeden Fall, sich den Film anzusehen.

  6. War gerade im Film. Kann mir mal einer erklären, warum der Illuminati-Diamant in banale gekreuzte Schlüssel geändert wurde? Das fand ich sehr schade …

  7. Ich fand den Film sehr gut. Habe selber das Buch nie gelesen. Der Film kommt aber dieses Jahr auf meine persönliche Top-Liste. Tom Hanks hats drauf, genau wie Ewan McGregor, wessen Tallent bei der Star Wars Saga etwas verschwendet wurde.

    LG Moviemaster

  8. Hallo PAU,
    dein Artikel stimmt mal wieder herrlich mit meiner Meinung überein. (wird langsam unheimlich)
    Und die absolute Härte ist der Bezug zur Synchro-Stimme von Tom Hanks – denn genau das hat eine Bekannte von mir angesprochen und meinte schon beim Trailer „Das Lispeln geht gar nicht!“
    Ich wollte da anfangs nicht so drauf hören, aber so ganz ausblenden konnte ich das dann doch nicht während dem Film.
    Na ja… hoffen wir, dass es besser wird.

    Nebenbei: ob mit Erscheinen des nächsten Langdon-Buches (The Lost Symbol) im Herbst zeitnah ein dritter Film mit Hanks gedreht wird?

    MfG
    F.

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