„The Clone Returns Home“ – Melancholisch und langatmig

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clone„The Clone Returns Home“ ist ein neuerer japanischer Film und produziert vom deutschen Regisseur Wim Wenders. Aufgrund seiner langsamen und ruhigen Erzählart kann man dieses Zukunftsdrama um einen geklonten Astronauten durchaus mit Kubricks „2001“ oder Lynchs „The Straight Story“ vergleichen. Doch besitzt hier die Geschichte den stärksten, wenn nicht den einzigen Schwerpunkt in der Geschichte. Wie moralisch gerechtfertigt ist das Klonen und was richtet überhauptet ein solcher Vorgang mit unserer Seele an?

Der Astronaut Kohei kommt im All uma Leben. Doch Wochen zuvor hatte Kohei eingewilligt, dass seine Firma ihn binnen Tagen zu seinem ursprünglichen Alter klonen darf. Mitsamt seiner alten Erinnerungen hängt der Klon im Dasein seines zehnjährigen Ichs fest und muss sich den Ängsten und verdrängten Problemen stellen, die das Original vergaß.

Der düstere Film besticht mit Minimalismus. Seien es die langen Kameraeinstellungen, die endlosen Dialoge, die nicht vorhandenen Special Effects oder auch die gänzlich fehlende Action. Man besann sich auf die Geschichte und drehte einen langsamen und melancholischen Film über das Recht, auf Erden zu leben. Man verband das Genre „Sci-Fi“ gekonnt mit dem klassischen Drama und ging dabei auch auf die esoterische Ebene, als man das Thema des Klonens thematisieren wollte.

Dabei fallen einem inhaltlich wie auch optisch durchaus Parallelen zu „2001“ auf und von der Inzenierung ebenfalls zu den Werken vom Produzenten Wim Wenders.

Wer auf Geschichten steht, die mehr Inhalt bieten, als man oft wirklich verdauen kann, exzellenten Schauspielern und eine tiefgründe Thematik gepackt in einem Drama, der wird mit „The Clone Returns Home“ richtig aufgehoben sein. Allerdings macht es einem der Film nicht leicht und ihn als träge zu bezeichnen, ist gänzlich untertrieben. Wenn man es aber aushält, wird man durchaus belohnt. Ein Geheimtipp!

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