„Drag Me To Hell“ – Sam Raimis kleiner großer Schocker!

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Vielen ist heute vermutlich gar nicht mehr bewusst, dass wie Peter Jackson mit „Bad Taste“ und „Braindead“ auch „Spiderman“-Regisseur Sam Raimi seinen Ursprung im Horrorgenre hat, angefangen hat er sein Dasein als Regisseur nämlich mit der „Tanz der Teufel“-Reihe. Über zwanzig Jahre später besinnt er sich zwischen großen Blockbustern mal wieder seines Ursprungs, wirft wieder einen Schocker auf den Markt und zeigt damit, dass sich auch eine auf den ersten Blick nicht unbedingt neue Story mit der richtigen Umsetzung sehr von der Masse an mittelmäßigen Horrorfilmen absetzen kann.

Christine Brown stehen alle Türen offen, sie steht ganz oben auf der Liste für eine Beförderung und als eine alte Dame um eine Verlängerung ihres Kredits bettelt, lehnt Christine diesen trotz anfänglichen Mitleids ab, um so ihre Karriere zu fördern. Doch dann lauert ihr die Alte in der Tiefgarage auf und verflucht sie. Christine sieht sich auf einmal von Visionen verfolgt und erfährt, dass sie nur drei Tage Zeit hat, den Fluch aufzuheben, bevor sie von einem Dämon hinab in die Hölle gezogen wird…

Eigentlich ist die Geschichte absolut nicht neu, aber Sam Raimi schafft es, einen über die volle Länge bei Laune zu halten und das mit gut platzierter Schockmomenten und einigen verrückten Effekten, die einen fröhlich an seine Starttrilogie erinnern lassen. Und doch lässt er immer seine Spannung im Vordergrund und ergeht sich nicht Brutalitäten, Splatter oder übertriebenem Gewaltekel. Raimi weiß, dass eine gesunde Mischung eben mehr zum Gesamtwerk eines Films beiträgt als ein paar im Gedächtnis bleibende Gewaltszenen. Mit Alison Lohman hat er die perfekte süße Darstellerin gefunden, die aber im Laufe des Films hier und da die Grenzen ihres puppenhaften Aussehens überschreitet.

Ich war jedenfalls bis zur letzten Minute gefesselt und wurde wirklich gut unterhalten. Horrorfans werden den Film lieben und auch Fans von „Tanz der Teufel“ werden ihren Spaß haben, auch wenn „Drag Me To Hell“ natürlich um einiges harmloser daher kommt.

Super, wenn sich ein Erfolgsregisseur neben seinen ganzen Blockbustern mal wieder Zeit für einen „kleinen“ Film nebenbei nimmt, oft haben diese „Ausflüge“ mehr zu bieten als die angeblich so großen Filme, die trotz ihres großen Budgets unterm Strich nicht das halten können, was sie versprechen.

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Ein Kommentar

  1. Ich mag Filme in denen ich mich tief runter in den Kinosessel rutschen lasse und immer wieder so tue als würde ich wegschauen aber insgeheim meine Augen soweit drehe, dass ich noch alles auf der Leinwand mitbekomme.

    Somit stehen Thriller und Horror Filme auch mit auf der Liste meiner Lieblingsgenre.
    Doch seit „the hills have eyes“ erkundige ich mich genau, was mich bei Horror/Thriller erwartet, bzw. dass Wesen/Dinger/Menschen nicht so ekelhaft aussehen, agieren und oder abschlachten, dass man nur noch den Verstand der Produzenten und Konsumenten anzweifeln muss.

    Bei „drag me to hell“ habe ich mich erkundigt, gehe aber natürlich trotzdem entsprechend vorsichtig in den Film, da ich „Tanz der Teufel“ auch nicht kenne.
    Und was ich gesehen habe, hat mich überascht: Beim Ekeln musste ich mehrmals lauthals loslachen. (BÄHAHÄHA!)

    Die Story ist bekannt und es passierte auch nichts Überaschendes, noch nicht mal das Ende wirklich. – Nur das Lachen – Nach/während/beim Erschrecken… ?!! Unglaublich -kannte ich so noch nicht.

    Also mein Fazit, vor allem für Mädels: Wenn ihr auf Schocker steht, da sind einige drin. Ekel auch, aber ihr könnt schlafen und vor allem sogar nach dem Film über die Witzmomente mit den Freunden erneut Lachen!

    Kein Muss aber empfehlenswert!

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