„Die Tür“ – Tod, Trauer und eine zweite Chance

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Filmfreaks kennen den verrückten Mads schon längst aus „Dänische Delikatessen“ oder spätestens seit „Adams Äpfel“, nun spielt er zusammen mit Jessica Schwarz die Hauptrolle in „Die Tür“. Ein düsterer Genremix von Liebesdrama bis hin zum Fantasythriller, der die Frage stellt, was man alles für eine zweite Chance machen würde?

Der Künstler David verliert seine Tochter, die im Pool ertrinkt, als er mit der Nachbarin fremdgeht. Sieben Jahre später hat er alles verloren. Seine Frau hat sich von ihm abgewandt und er möchte nur noch sterben, da findet er in der Straße seines alten Hauses einen schmalen Weg durch einen Berg. Ein sich merkwürdig verhaltener Schmetterling lockt ihn rein und auf der anderen Seite entdeckt er die selbe Straße, nur genau sieben Jahre früher. Es ist der Tag, an dem seine Tochter sterben wird. David stellt sich die Frage, was er alles tun würde, um seine Tochter wiederzubekommen.

„Die Tür“ ist ein Geheimtipp! Es stimmt einfach alles und es ist einer der wenigen Filme, die einem noch wirklich in den Bann ziehen können. Die Idee des Films ist bestechend einfach. Was würde man selber nicht tun, um einen schrecklichen Fehler rückgängig machen zu können? In einer zweiten Welt, wo der geliebte Mensch noch lebt, reicht es einem wirklich, lediglich zu wissen, dass der Mensch noch lebt oder will man an seinem Leben teilhaben? Auch wenn man dafür sein eigenes Ich töten muss? Dabei ist gerade der Schmerz, den die Trauernden besitzen, gut thematisiert. Und der Film ist dabei ein grandioser Genremix. Die Mischung aus Fantasy, Thriller und Drama kann mit den jeweiligen Parts überzeugen. Dass der gesamte Film überwiegend in einer Straße spielt und sich das Geschehen auf einen überschaubaren Kreis hält, ist dabei genauso gut wie die restliche Inzenierung. Auch wenn es lediglich ein Unterhaltungsfilm ist, so sind die Thematiken von Schuld und Sühne gelungen.

Einen großen Anteil am Gelingen des Filmes tragen die Schauspieler. Jessica Schwartz, Mads Mikkelsen und in einer Gastrolle Heike Makatsch spielen hervorragend. Sie tragen den Film und füllen die komplexen Figuren gut aus, deren einziger Antrieb das Füllen der Leere ist, welches der Tod ihrer Tochter verursacht hat.

Ein äußerst gelungener Film, der sich mühelos neben hochwertigen deutschen Filmklassikern wie „Das Experiment“ oder “ Lola rennt“ einreiht.

Der Film kommt am 26 November in die Kinos.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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