„Pandorum“ – Potentielle Trilogie

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„Pandorum“ ist ein Film, der allein wegen der Tatsache, dass er nahezu konkurrenzlos ist, der zu den besseren Sci-Fi/Horror-Filmen gehört. Jedoch besitzt der düstere Weltraumfilm wesentlich mehr Potential und aufgrund der nicht genutzten Möglichkeiten kommt für den Zuschauer am meisten Spaß auf, wenn er vorher nichts über den Film weiß. Da eine Trilgie geplant ist, kann man sich auf die freuen, denn Potential ist da!

Zwei Männer wachen in einem Raumschiff auf. Sie wissen, in welcher Zeit sie leben, haben allerdings sonst nahezu alles vergessen. Sie versuchen das defekte Schiff wieder funktionstüchtig zu machen und die eigentliche Mission ihrer Reise zu wissen. Doch sie sind nicht alleine auf dem Schiff und die Wahrheit hinter alledem ist schrecklicher, als sie zuerst annehmen.

Der Mix aus Horror und Sci-Fi, sowie die Tatsache, dass Dennis Quaid in einer der zwei Hauptrollen ist, hat mich auf „Pandorum“ neugierig gemacht. Als Fan solcher Filme wird man sicherlich nicht enttäuscht, jedoch gibt es in diesem Genre ja auch kaum Konkurrenz. Allerdings wurden auch viele Chance vertan. Zuerst wirkt der Film gerade durch die teilweise schlecht genutzten Horror-Elemente sehr trashig. Die Wesen, die mit auf dem Schiff sind, sind leider viel zu humanoid und dazu noch animiert, ähnlich wie in „I am legend“. Tiere oder richtige Menschen, die dem Wahnsinn verfallen sind, wären besser gewesen, so jedoch fühlt man sich an Carpenter-Filme erinnert. Auch die Figuren sind oftmals viel zu platt. Während die Figur von Quaid komplex ist, genauso wie die von Ben Foster, sind die Nebenfiguren allesamt sehr platt. Sei es die Jägerin und ihr männliches Pendant, ein stummer Indianer oder ein Afroamerikaner, der schon am Anfang sehr zwielicht aussieht und die typische Rolle des Verräters einnimmt. Auch die Storywendungen am Ende des Films werden zu schnell abgehandelt, so dass man kaum begreifen kann, was da jetzt passiert.

Nichtsdestotrotz kann der Film auch überzeugen. Die Welt, in der „Pandorum“ spielt, ist düster und sehr steril. Die Handlung, leicht an biblische Themen angelehnt, sehr interessant und der Cliffhanger des Films – eine Trilogie ist ja geplant – macht Lust auf mehr. Ob man allerdings dieses „mehr“ bekommt, ist noch fraglich, da Fortsetzungen bekanntlich auf den Erfolg des ersten Teil gegründet werden und „Pandorum“ an den Kassen noch nicht überzeugen kann.

Ein schlechteres „Event Horizon“, welches Fans aufgrund der fehlenden Konkurrenz trotzdem sehen sollten. Potential ist vorhanden und eine Trilogie könnte als Gesamtpaket besser aussehen.

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6 Kommentare

  1. Das hört sich ein wenig nach die „verfilmung“ von dem Next Gen Spiel Dead Space und das war n klasse Spiel. Ich werds mir mal bei gelegenheit anschauen ^^ bin ja nun „vorgewarnt“ ^^

  2. Netter Science-fiction-Horror, wirkt wie eine Mischung aus „Event Horizon“ und „Alien“, wobei er deren Niveau bei weitem nicht erreicht. Aber es stimmt, Potential ist da, wobei ich nicht sicher bin, ob die Story mehr als eine Fortsetzung tragen kann.

  3. dieser film ist der hammer! kann die teilweise schlechten kritiken nicht verstehen. klar, hat man vieles davon schon gesehen und es werden auch sämtliche klisches bedient, trotzdem fesselt der film von anfang an und hat eigentlich null leerlauf. Das überraschende und großartige ende, war für mich nur der zuckerguß auf einem eh schon sehr schmackhaften kuchen. die vergleiche mit event horizon kann ich nicht wirklich nachvollziehen, da lediglich das scifi-setting gleich ist. der wahnsinn in gestalt von „pandorum“ hat eine eher hintergründige rolle. dass es sich bei diesem film um ein schlechteres event horizon handeln soll, finde ich gelinde gesagt, eine frechheit. dieser film ist (für mich) tausend mal besser als event horizon und nimmt sich auch nicht so ernst wie selbiger.
    kurz gesagt: bester scifi-horror seit alien 1-3
    und ich hoffe inständig, dass es eine trilogie geben wird, was allerdings anhand der einspielergebnisse mehr als fraglich ist.

  4. Muß auch sagen, ich war von dem Film BEGEISTERT. Und ja, auch Event Horizon gehört für mich zu den ganz großen SiFi Horror Filmen. Man muß das Genre eben mögen. Der Film hat eine unglaubliche Spannung und Atmosphäre, etwas von der Action aus Alien 2 sicherlich auch und zu keinem Zeitpunkt langweilig.

    Das Thema finde ich immer wieder genial wenn es gut umgesetzt wird, Pandorum ist ein völlig zu unrecht unterbewertetes Highlight!!
    Für SiFi Horror / Thriller Fans ein MUSS. Und für alle, die Event Horizon mochten erstrecht!!!

    Gruß
    Duke

  5. Ich habe mir diesen Film gestern im TV angeschaut.
    Leider wurde die doch gute Stimmung immer wieder durch die Werbung zerfetzt jedoch versuche ich es mal mit einer unvoreingenommenen Kritik.

    1. Story (Ich versuche nichts zu spoilern):
    Die Idee zur Story finde ich persönlich genial. Wie bereits erwöhnt findet man in diesem Genre nicht sehr viel Konkurenz, doch die Story kann es mit Filmen wie Alien o.ä. aufnehmen.
    Die Wendungen in der Story hätte man vielleicht noch etwas besser verpacken sollen, (mir persönlich waren einige Dinge klar bevor sie passiert sind und konnten mich so nicht mehr überraschen).
    Dennoch steckt sehr viel potenzial dahinter.

    2. Stimmung:
    Wie bereits geschrieben leidet die Stimmung sehr unter regelmäßiger Werbung und ich kann nur jedem Abraten diesen oder ähnliche Filme im Free-TV zu schauen.
    Dennoch ist die Machart des Werkes grandios.
    Gerade der Story-Teil das die Protagonisten nach der Kryostase ihr Gedächnis verlieren, zu beginn weder wissen wo sie sind noch was ihr Auftrag ist macht diesen Film sehr besonders.
    Durch den Stormausfall an Bord des Schiffes ist auch sehr wenig Licht vorhanden was natürlich zum Horror-Aspekt beiträgt.

    Leider finde ich gerade hier das Potenzial des Films und der Story nicht voll ausgeschöpft.
    Mit der humanoid wirkenden „Monstern“, zu viele Überlebende (Zu viel Geplapper) und sich zu schnell lösender Verwirrung wird schnell an Stimmung abgebaut.
    Hier hätte man mit längerer Laufzeit einiges Bewirken können, da der Film nach den ersten 15 Minuten wie am Faden abläuft und man merklich versucht die Handlung abzuarbeiten.

    3. Qualität:
    Die Hauptdarsteller machen einen guten Job. Die Dialoge kommen größteteils Stimmig rüber und auch die Qualität des Horrors geht in Ordnung. Häufig kommt der Film wie eine „Low-Budget-Produktion“ rüber. Wenn es sich um eine handelt ist diese sehr gelungen. Da es sich aber um einen Kinofilm handelt gehe ich mal davon aus das ausreichend Budget vorhanden war und dann zeigen sich starke Schwächen in der Produktion auf.
    Die Filmmusik ist Stimmungsvoll aber nichts besonders oder Aufsehenerregendes.
    Kameraführung ist häufig hektisch und vermittelt auf sehr subtilem Weg eine gute Stimmung zum Film.

    4. Fazit:
    Das Potenzial des Films ist beinahe Atemberaubend. Die Idee zur Story ist geil. Wie die Story sich entwickelt, das die Protagonisten erst herausfinden müssen worum es geht ist sehr gut gemacht.
    ICh hätte mir jedoch gewünscht das die Verwirrung und die Ahnungslosigkeit länger anhält.
    (Bei einigen Charakteren hält der Gedächnisverlust mehrere Monate an).
    Mit ein wenig mehr Budget hätte man evt. auch bessere „Monster“ bekommen und im Gesamtpaket einen Runderen Film.
    Alles in allem jedoch sehr lohnenswert, echtes Horror-Feeling kommt durch Gequatsche aber leider nicht wirklich auf.

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