„Kandidaten“ – Dänischer Thriller ahmt die Amis nach

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Der Charme von europäischen Filme ist, dass sie sich von dem ewigen Brei der amerikanischen Filmindustrie abheben. Wenn allerdings die Dänen – und die Dänen sind nun wirklich für ihre eigenwillige Art bekannt – durch und durch einen amerikanischen Thriller inzenieren, dann muss man sich eigentlich fragen, wieso überhaupt. Denn trotz eines fähigen Darstellers ist der Film innovationslos.

Der Anwalt Jonas ist eigentlich ein glücklicher Mann; er hat einfach alles. Doch der Tod seines Vaters vor einem Jahr macht ihm noch schwer zu schaffen. Er ist immer noch fest der Überzeugung, dass es kein Unfall sondern schlichter Mord war. Er recherchiert nach und zieht damit die Aufmerksamkeit der Mörder seines Vaters auf sich. Innerhalb einer Nacht haben sie es geschafft, Jonas als Mörder einer jungen Frau darzustellen. Sie haben ihn in der Hand und fordern für die Beweisstücke Geld, ansonsten melden sie sich bei der Polizei.

„Adams Äpfel“, „Dänische Delikatessen“ und „In China essen sie Hunde“ waren großartige Filme, weil sie eigenwillige Filme waren, die gegen den Standard inzeniert wurden. „Kandidaten“ ist ein typischer Ami-Thriller und damit nicht unbedingt schlecht, wenn er auch aus Amerika stammen würde. Es gibt leider nichts, abgesehen von dem fähigen Hauptdarsteller Nikolaj Lie Kaas, was irgendwie innovativ ist. Vom Drehbuch, bis zur Inzenierung und zum Schluß noch die musikalische Untermalung, alles, wirklich alles läuft nach Schema F. Es gibt die typischen Verfolgungsjagden bis hin zu den klassischen Drehbuch-Plots am Ende.

Für einen dänischen Film leider viel zu belanglos und es ist schon fast etwas traurig, wenn Produzent und Hauptdarsteller des Films sich vor dem Publikum damit brüsten, dass „Kandidaten“ ganz nach dem amerikanischen Standard gedreht wurde. Man kann sich den Thriller anschauen, muss man aber nicht.

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