„Paranormal Activity“ – Nachts bist du nicht mehr sicher!

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Es gibt mittlerweile viele Filme im Stil von „Blair Witch Projekt“ und doch hebt sich der gerade anlaufende Film „Paranormal Activity“ vom Einheitsbrei der „Wackelkamera-Filme“ ab. Denn aufgrund der minimalistischen und gut gesetzten Schockeffekte, wie einer generellen umwerfenden Inzenierung ist diese Jagd nach dem Übernatürlichen verdammt spannend geworden. Katie und Micah sind seit einigen Jahren zusammen und haben beschlossen zusammen zu ziehen, doch erst in der gemeinsamen Wohnung beichtet Katie ihrem Freund, dass sie etwas seit ihrem achten Lebensjahr verfolgt. Micah beschließt der Sache auf den Grund zu gehen und holt sich eine Kamera, um alle seltsamen Phänomene aufnehmen zu können. Doch damit fängt der Horror erst an…

„Paranormal Activity“ besticht durch die gelungene Umsetzung der „Wackelkamera-Idee“. Das Prinzip, dass man den Hauptpersonen während des Schlafens beobachtet, besitzt schon einen unheimlichen Effekt, einfach weil es eine so intime Szene ist. Gerade das Schlafzimmer ist eine Stätte, die einem vielleicht am meisten trifft, weil man sich da geborgen fühlt und gerade diese Stätte in diesem Film auf so eine heftige Weise anzugreifen, trägt viel für das Gelingen des Films bei. Aber abseits der „Wackelkamera“, die einfach aufgrund ihrer Schlichtheit schon sehr schnell Emotionen gut rüberbringen kann, so besticht dieser Horrorfilm einfach aufgrund seiner Inzenierung. Die Schockeffekte sind rar, die Hauptdarsteller mal keine halbnackten Teenager und aufgrund der vielen und Alltagsdialoge kann man sich schnell in die Figuren hinein versetzen.

Zur Zeit der Gewaltpornos ist es toll, wenn man wieder einen Film sehen darf, der zeigt, wie man es auch anders machen kann. Ruhiger und an sich einfach besser, als das meiste andere, was sich zuletzt „Horror“ schimpfen darf, aber trotzdem mit einer sehr hohen Intensität. Ein echter Überraschungsfilm 2009.

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13 Kommentare

  1. Wirklich ein großartiger Film, eigentlich passiert nicht viel, aber trotzdem kein Film für schwache Nerven. Die Art der Inszenierung ist nicht neu und doch wirkt sie hier wirklich erfrischend anders. Der Film verfolgt einen garantiert in der nächsten Nacht, was aber nur zeigt, dass er als Horrorfilm sein Ziel hervorragend erreicht hat, und das nur mit ganz normalem Grusel, ohne Splatter, Blut und Brutalität.

    Und gerade, wenn man weiß, dass dieser Kassenknüller mit so einfachen Mitteln entstanden ist, gönnt man den Machern ihren Erfolg noch einmal mehr. „Paranormal Activity“ zeigt, dass es offensichtlich doch noch möglich ist, mit wenig Budget und sehr einfachen Mitteln wahre Meisterwerke zu erschaffen.

    Also unbedingt ansehen und schocken lassen!

  2. Oh man und ich hab mir bei dem Trailer schon in die Hosen gemacht… Nach so einem Film könnte ich NIE mehr einschlafen! ;-)

  3. @Tom: Nach diesem Film weisst Du wenigstens was passiert, nachdem Du eingeschlafen bist… Das ist doch auch beruhigend … irgendwie…

    ;-)))

  4. Also ich war doch ein wenig enttäuscht vom Film. Ich finde gerade, dass er so als Wackelkamera-Film gut funktioniert, aber der Idee gerade eben nichts Neues gibt wie z.B. „Rec“ oder „Cloverfield“, sondern eigentlich 1:1 „Blair Witch Projekt“ kopiert. Dennoch ein Film, den man sich ruhig ansehen kann; aber gerade, da recht früh deutlich wird, wie viele große Schockeffekte man im Film wohl sehen wird…

    [spoiler] …nämlich quasi überhaupt keine; da das Böse unsichtbar ist und es nur um paranormale Aktivitäten geht… [/spoiler]

    …hat mich der Film irgendwie so gar nicht richtig packen wollen. Positiv erwähnen muss man nätürlich die geringen Mittel und joa, doch irgendwo noch eine originellere Idee als ein 08/15-Horrorstreifen, aber alles in allem ist der Hype in keiner Form gerechtfertigt. Auch die vielen, vielen Schnitte, selbst in wichtigen Szenen, waren störend… das haben die anderen Wackelkamerafilme besser hinbekommen.

    [spoiler] „Blair Witch Projekt“ funktioniert ja auch nur ein einziges Mal; danach weiß man ja, dass nichts passiert. Und bei diesem Film wird halt schnell klar, dass der hier fast gleich aufgebaut ist. „Rec“ hingegen war ein ziemlicher Schocker, wo man die ganze Zeit Angst haben musste. Zudem habe ich das Ende ein wenig mau gefunden. [/spoiler]

    Dennoch ein Film, den man sich sicherlich ansehen kann.

  5. Also ja, ich finde der Trailer hat mehr versprochen als der Film gehalten hat. Aber die 4,50€ vom Kinotag war er auf jeden Fall wert. Da hab ich schon größere Enttäuschung erlebt.

    Ein Horrorfilm (fast) ohne Blut ist etwas was ich mir immer wieder gerne ansehe. Ein Typ der mit nem Messer Leute killt, das ganze auf dem Hintergrund einer Untoten Geschichte ist nichts zum Gruseln.
    „Paranormal Activity“ hingegen schon. Weil alles eben irgendwie echt wirkt, was nicht nur am Kamerastil liegt sondern an auch an der natürlichkeit der Szenen, weil man eben zwischendrin immer ganz banales wie Frühstück sieht. Auch die Schauspieler mit ihren unbekannten Gesichtern leisten größtenteils gute Arbeit, abgesehen von einigen sehr hölzernen Nahaufnahmen wo man sofort erkennt das beispielsweise Katie gerade so viel Angst empfindet wie Xibit bei Pimp my Ride.
    Schocker geht anders, aber trotzdem schafft er es zumindest nicht langweilig zu werden.
    Ich für meinen Teil ging mit 2 total unterschiedlichen Gefühlen aus dem Kino.
    1. Einem leichten Grusel und die Frage ob ich heute Nacht würde ohne bedenken einschlafen können.
    2. Mit einem leichten Lächeln, denn ein bisschen unfreiwillig amüsiert hat mich der Film auch, so würde meine Zusammenfassung des Films lauten: Ein Typ will ein Amateurporno mit seiner Freundin drehen und außerdem wünscht er sich ein Quia-Brett zu Weihnachten…
    Ein paar Wiederholungen waren da wirklich lächerlich. War vielleicht auch der Grund warum der Film erst 2 Jahre die Runde auf verschiedenen Studioschreibtischen machte.

    Aber wie gesagt, wenn man an der Kinokasse steht und nicht weiß was gugen – Super Wahl.
    Wer allerdings auf einen gepflegten Schocker steht, mit ebenfalls nicht viel Blut sollte sich Raimis „Drag me to Hell“ besorgen.

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