„Soul Kitchen“ – Hommage an die schönste Stadt, Hamburg

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Akins neuester Film „Soul Kitchen“ dreht sich rund um die selbst ernannte Hauptstadt des Nordens, Hamburg. Witzig, unbeschwert und einfach zum Unterhalten ist die Komödie ganz anders als die zuletzt eher melancholischen Filme des Regisseurs. Der Zuschauer ist mit dabei, wenn der junge Zinos eigentlich zu seiner Freundin nach China ziehen möchte, ein schlecht laufendes Restaurant zu betreiben hat und sich um seinen Bruder kümmern muss, der gerade aus dem Knast raus ist und dann war da noch das Gesundheitsamt…

Zinos betreibt das Restaurant „Soul Kitchen“ in Hamburg, doch er kann eigentlich nicht kochen. Als er zu seiner Freundin nach China ziehen möchte, sucht er eigentlich einen neuen Betriebsinhaber für das fast tote Restaurant. Als dann plötzlich ein begabter, wenn auch durchgeknallter Koch wieder dafür sorgt, dass Gäste kommen, sein Bruder aus dem Knast kommt und ihm schwierige Umstände bereitet und ein suspekter Schulfreund von früher mit allen Mitteln das Restaurant kaufen möchte, kommen mehr Probleme, als Zinos ertragen kann.

Der deutsch/türkische Regisseur Akin hat nach eher melancholischeren bzw. stilleren Filmen diesmal mit „Soul Kitchen“ Hamburg ein kleines Denkmal gesetzt. Wer aus dem Norden kommt, erkennt die Speicherstadt, die Kneipen und die Straßen Hamburgs, dazu wird das ganze mit Musik aus dem Norden (Jan Delay) untermalt und nordische Schauspieler fügen das ganze zu einem schönen Bild zu. Gemischt wird das ganze mit dem bekannten Gesichtern aus anderen Akin-Filmen wie der großartige Moritz Bleibtreu, dessen schauspielerische Fähigkeiten eigentlich immer sehr hoch sind, der aber generell einfach sympathisch wird und Birol Ünel aus „Gegen die Wand“. Doch auch andere große deutsche Schauspieler wie Monica Bleibtreu und Wotan Wilke Möhring treten wie gewohnt gut auf.

Dass Akin Musik gut in seine Film untermalen kann, wusste man schon längst vorher, auch, dass er eine Stadt mit einem einzigen Film ehren kann, weiss man auch spätestens nach „Die andere Seite“, doch dass er es schafft, einen so unterhaltsamen und vor allem leichten Film zu machen, war neu, denn „Im Juli“, eine seiner ersten, überzeugte mit der fröhlichen, leichten Art nicht ganz. Die Geschichte vom Koch Zinos ist irgendwie eine Mischung aus allem, etwas Liebesgeschichte, es steckt viel über Freundschaften und Bruderliebe drin, irgendwo eine kleine Gangstergeschichte und vor allem über das Leben an sich, das jeder irgendwie für sich bewältigen muss. Doch all diese Botschaften drängen sich beim Sehen nicht zu sehr auf.

„Soul Kitchen ist Essen für die Seele“ und vor allem eine Hommage an Hamburg, die gelang. Unbeschwert präsentiert sich hier ein Film, bei dem jeder für sich etwas mitnehmen kann. Ein Film, der einfach Spaß macht und auch für Akins Verhältnisse und gerade bei dem Aufgebot an Schauspielern so unglaublich klein und unbeschwert daher kommt.

„Soul Kitchen“ kommt am 25.12.2009 in die Kinos.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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