„Bad Lieutenant“ – Nicholas Cage, der korrupte Cop

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Werner Herzog macht spezielle Filme, aber er bringt seine Darsteller immer an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und holt dabei oft wirklich Großartiges bei heraus, zuletzt bei „Rescue Dawn„. Jetzt schickt er Nicholas Cage als „Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen“ auf die Straße, der spielt zwar gut und der Film ist spannend inszeniert, aber irgendwie fehlt ihm dieses Besondere, was Herzogs Filmen sonst immer anzumerken war. Was bleibt, ist ein guter Cop-Thriller über einen Versager, für den keine Regeln gelten.

Cop Terence McDonagh spielt als Cop nicht immer nach den Regeln, klaut Drogen aus der Aservatenkammer, liebt eine Edelhure, liebt das Glücksspiel und nutzt seinen Beruf gerne mal für eigene Zwecke aus. Als eine Familie aus dem Senegal brutal ermordet wird, setzt man ihn auf den Fall an. Schnell ist der Schuldige gefunden, doch keiner will gegen Drogendealer Big Fate aussagen. McDonagh verliert sich aufgrund seiner korrupten Art in immer mehr Verstrickungen seiner beruflichen und privaten Entgleisungen, doch jemand ohne Regeln mit der Macht eines Cops kann alles zu seinem Vorteil ausspielen…

„Bad Lieutenant“ ist ein Remake, da ich das Original nicht kenne, kann ich dazu allerdings nichts weiter sagen, er erklärt aber vielleicht, warum Werner Herzog hier so wenig wiederzuerkennen ist, im Gegensatz zu seinem Hauptcharakter hat er sich dieses Mal vielleicht zu viele Regeln auferlegt. Nicholas Cage spielt den korrupten und fertigen Cop für seine Verhältnisse recht gut, aber auch hier merkt man nicht den Einfluss von Herzog, der aus Darstellern mitunter eine völlig neue Seite herauskitzelt, nicht umsonst gilt Werner Herzog immer noch als der Regisseur, der Klaus Kinski bändigen konnte. Eva Mendes und Val Kilmer spielen mit, fallen aber auch nicht wirklich besonders auf, am interessantesten ist an dem Film immer noch die unberechenbare und mitunter recht undurchschaubare Vorgehensweise von McDonagh, der wegen eines Rückenleidens fast ständig leicht gebeugt gehend und voller Drogen sein ganz eigenes Gesetz in der Stadt verteidigt und bei dem man sich immer wieder die Frage stellt, ob er überhaupt einen Plan hat und ob er tief in sich drin nicht sogar ein guter Mensch sein könnte.

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