„Robin Hood“ – Schlachtengetümmel statt Pfeil und Bogen!

nur miesschlechtfast mittelmäßigmittelmäßigfast gutgutfast sehr gutsehr gutfast einzigartigfast einzigartig   6,00 (7 Stimmen)
Loading...

Ridley Scott dreht mit Russel Crowe, da gibt es dann wieder einen unfreiwilligen Helden und Schlachten und epische Bilder und all den Kram, den man jetzt schon tausendmal gesehen hat. Aber irgendwie geht es hier wohl auch um Robin Hood, ab und zu erkennt man mal ein paar Elemente. Keine Ahnung, ob man sich hier mehr als bei anderen Verfilmungen auf die ursprüngliche Legende konzentriert und irgendwie ist es ja auch nur ein Prequel zu der typischen Geschichte des Rächers der Witwen und Waisen, aber das kommt so langweilig typisch Scott/Crowe-mäßig daher, dass wirklich jeder das Geld fürs Kino sparen sollte.

Robin Longstride kämpft in den Kreuzzügen von König Richard Löwenherz, desertiert aber mit ein paar Gleichgesinnten, da er dem Sinn der Kreuzzüge nicht mehr folgen will. Durch einen Zufall gerät er an die Königskrone Richards und bringt diese unter falscher Identität nach England. Dort will er eigentlich nur untertauchen, doch die Missstände lassen ihn andere Wege einschlagen.

Wer „Königreich der Himmel“ und „Gladiator“ kennt, wird nichts Neues zu sehen bekommen, wer auf eine typische Verfilmung der Legende von Robin Hood hofft, wird noch mehr enttäuscht werden. Dabei gab es mal sehr interessante Ansätze für Scotts Verfilmung des Stoffes (z.B. dass Robin Hood der Bösewicht und der Sheriff von Nottingham der Gute oder beide ein und dieselbe Person sind), die dann jedoch alle für diese denkbar schlechteste Lösung leider wieder verworfen wurden. Da spielt man mit Franzosen an der englischen Küste lieber mal eben „Der Soldat James Ryan“ nach. Welche Zielgruppe mit dieser Verfilmung angesprochen werden soll, ist mir absolut nicht klar. Ridley Scott inszeniert fast schon wie Roland Emmerich den immer gleichen Film, Russel Crowe spielt den gleichen Charakter und auch Top-Darsteller wie Cate Blanchett und William Hurt können da nicht mehr viel retten.

Ein absoluter Rohrkrepierer ist der Film natürlich nicht, aber angesichts der Möglichkeiten und viel schlimmer angesichts der früheren originellen Ansätze könnte das Ergebnis kaum enttäuschender sein. Dann doch lieber wieder zu Kevin Costner, Mel Brooks oder Walt Disney greifen, deren „Robin Hood“ kann deutlich mehr überzeugen.

Verwandte Artikel

4 Kommentare

  1. Als ich den Trailer sah, dachte ich erst:

    „Ah, ein Robin Hood Film, mal ganz was neues…“

    naja, mehr war es dann auch nicht. Allerdings habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt, mir war nicht einmal langweilig. Außerdem kann die Optik überzeugen (Konnte man auch nicht außerordentlich viel falsch machen).

    Demzufolge 4 Sterne von mir.

    LG Moviemaster

  2. Worum ging es in dem Film? Ich bin glaube ich zu blöd für die Botschaft… Es wurde geRusselt, aber mehr auch nicht…

  3. Klingt, als wäre der Film wie erwartet. Schade, da ich die ursprünglichen Ansätze auch viel interessanter gefunden hätte.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.