„Repo Men“ – Dann lieber genetische Opern!

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Wer sich schon durch das Trash-Musical „Repo! The Genetic Opera“ durchquälen musste, ist mit der Grundstory schon vertraut. Allerdings erwartet man von einer großen Produktion mit Stars wie Jude Law oder Forest Whitaker dann doch ein wenig mehr Qualität. Doch eine immer unrealistischere Story ruiniert den am Anfang noch recht soliden Film, so dass man am Ende leider nur noch den Kopf schütteln kann. Da könnte man fast lieber noch mal „The Genetic Opera“ schauen, der war wenigstens bewusst auf Trash gemacht.

In der Zukunft kann man sich alle Körperteile künstlich einpflanzen lassen, doch die Herstellerfirma hat fiese Klauseln in ihre Verträge eingebaut, nach einiger Zeit sind die Kosten nicht mehr tragbar und die Firma schickt seine „Repo Men“ los, um die unbezahlten Handelsgüter zurück zu holen, im Normalfall endet diese Aktion für den Käufer tödlich. Erst als Repo Remy durch den Job seine Familie verliert und dann nach einem Unfall selber mit künstlichen Ersatzteilen aufwacht und so schnell auf der Abschussliste landet, begreift er, dass man etwas gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber tun muss.

Die Story hat Potential, die Idee ist nicht schlecht und der Film kommt mit düsterer Optik und guten Darstellern eigentlich recht vielversprechend daher. Aber irgendwann wirkt es so, als ob den Machern ab der Hälfte die Story ausgegangen wäre, der haut eine Frau plötzlich von einem Tag auf den nächsten wegen des Jobs ihres Mannes ab, der ihr bis dahin allerdings ein sehr luxuriöses Leben bieten konnte und bisher auch nicht das Problem war. Dann eine seltsame Flucht vor ehemaligen Kollegen, ständig neue Charaktere und Entwicklungen, die dann doch wieder nicht zur Haupthandlung beitragen mit einem so dumpfsinnigen Finale, wie ich es selten erlebt habe.

Spoiler zeigen

Was gut anfing, endet auf ganz miesem Niveau, unterm Strich gerade noch so Mittelmaß, aber schon so schlecht, dass ich keinem empfehlen würde, dafür das Geld fürs Kino auszugeben.

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