„Vergebung“ – Das Ende der „Millenium“-Trilogie

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Was mit „Verblendung“ wirklich super begann, wollte mit „Verdammnis“ so gar nicht funktionieren. Anfang Juni kam mit „Vergebung“ das Finale der „Millenium“-Trilogie in die Kinos und das funktioniert wieder recht gut, wenn auch bei weitem nicht so wie der erste Teil. Die Story ist spannend, die Schauspieler zeigen wieder mehr, was sie können und die Atmosphäre passt ebenfalls wieder. Vielleicht hatte der erste Film noch den Vorteil, dass es dort nicht zentral um Lisbeth Salander ging, sondern diese nur als Nebenrolle auftauchte, denn wie schon der zweite Teil kann auch dieser Film nicht eigenständig ohne die anderen angesehen werden, „Verblendung“ hingegen funktionierte auch als Einzelfilm.

Lisbeth Salander liegt mit einem Kopfschuss im Krankenhaus und soll wegen versuchten Mordes an ihrem kriminellen Vater angeklagt werden. Journalist Mikael Blomkvist jagt unterdessen den wahren Verbrechern hinterher, um Lisbeth vor der Verurteilung zu retten und zudem ein Komplott aufzudecken, dass bis in schwedische Regierungskreise zu gehen scheint. Schnell steht auch er auf der Abschussliste und Lisbeths Prozess scheint auch nicht gut für sie auszugehen.

Nordische Filme können oft durch interessante und spannende Stories, gute Darsteller und herrliche Landschaften überzeugen, so war es auch mit „Vergebung“, dem ersten Teil der „Millenium“-Trilogie nach der Buchreihe von Stieg Larsson. Leider habe ich die Bücher nicht gelesen, habe aber gehört, dass der erste und auch der dritte Teil sich recht nah an die Vorlage halten. Da aber leider „Verdammnis“, der zweite Teil, extrem damit zu kämpfen hatte, alle roten Fäden weiter zu spinnen, dabei aber selber immer wieder den Faden verlor, benötigt man auch am Anfang des dritten Teils einen Moment, um richtig in die Handlung zu finden, dann aber bekommt man einen spannenden Krimi und Gerichtsfilm zu sehen, der immer wieder überraschen kann.

Interessierte sollten also entweder zuerst die Bücher lesen, um mit der Handlung vertraut zu sein, oder alternativ nur den ersten Teil sehen, der allein als spannender Krimi toll funktioniert. Wer aber doch alle drei Filme sehen möchte, sollte nach dem leicht misslungenen zweiten Teil nicht aufgeben, der dritte Teil macht aus der Reihe wieder eine runde Sache. Ansonsten muss man allerdings nur abwarten, denn bei dem Erfolg ist ein amerikanisches Remake natürlich auch schon in Vorbereitung.

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2 Kommentare

  1. Teil 3 ist definitiv wieder besser als Teil 2. Trotzdem ist mir der große Wirbel um die „Millenium“-Trilogie schleierhaft; aber vielleicht sind die Bücher auch einfach besser. Dennoch macht es vor allem Spaß, Noomi Rapace beim Schauspiel zuzusehen. Ich würde mich freuen, sie in „Prometheus“ zu sehen; wer könnte das Erbe von Sigourney Weaver besser antreten?

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