„Salt“ – Angelina Jolie in mäßigem Agententhriller

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Ein Actionfilm mit Angelina Jolie sollte doch eigentlich für einen netten Kinoabend sorgen, aber irgendwie wollte dieser Agentenfilm nicht wirklich zünden. Vielleicht, weil die Story einfach zu unsinnig daher kommt, oder doch, weil Angelina durch Alter und Gewichtsverlust einfach nicht mehr so der Hingucker ist wie früher. Zudem fühlt man sich doch irgendwie in die 80er zurück versetzt, Spionage, böse Russen, die die Weltherrschaft wollen, irgendwie war der Plot schon in den 90ern nicht mehr wirklich überzeugend. Was bleibt, ist ein mittelmäßiger Actionfilm, der Angelina-Fans und Leuten, die nicht so kritisch mit einer Filmstory umgehen, trotzdem gefallen könnte.

Evelyn Salt arbeitet für die CIA, doch dann behauptet ein russischer Überläufer, sie wäre eine Agentin der Gegenseite. Sie flieht daraufhin, was ihre Kollegen von der CIA als Bestätigung für die Anschuldigung ansehen. Salt wird daraufhin von der CIA verfolgt, jagt selber den Russen hinterher, die ihren Mann entführt haben. Bald weiß keiner mehr, auf wessen Seite sie eigentlich steht und welche Ziele sie verfolgt.

Der Thriller bedient sich alter Russen-Klischees und versucht mit Angelina zu punkten, deren Rolle übrigens ursprünglich für Tom Cruise vorgesehen war. Die oft sehr konstruierte Story und das für einen Geheimagenten viel zu unkontrollierte Verhalten von Evelyn Salt stehen einem guten Agententhriller dann aber doch im Weg, so schafft „Die Stunde der Patrioten“-Regisseur Philipp Noyce es nicht, den Film über das Mittelmaß zu erheben.

Auf die zahlreichen Logikfehler will ich mal nicht näher eingehen, aber wirklich bitter wird es schon, wenn sich am Anfang der russische Überläufer damit brüstet, wie stolz sie auf die Rekrutierung von Lee Harvey Oswald waren und sein Attentat auf Kennedy. Da fällt einem schon die Kinnlade runter, schließlich sollte jeder heute wissen, dass das Attentat auf Kennedy keinesfalls (ausschließlich) Oswald zuzuschreiben ist. Das ganze Drehbuch wirkt tatsächlich so, als wäre es zu Zeiten des Kalten Krieges verfasst worden, was zusätzlich dazu beiträgt, dass der Film nicht wirklich funktionieren will. Auch Nebendarsteller wie August Diehl und Liev Schreiber können da nicht mehr viel retten.

Und eine Anmerkung für alle Fans einer mäßig bekleideten Angelina, lasst euch nicht vom Trailer vorgaukeln, es würde so etwas wie eine Erotikszene in diesem Film geben, wenn doch, muss ich die wohl irgendwie verpasst haben.

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2 Kommentare

  1. Joa, war genau so, wie man es erwartet bis ein wenig schlechter. Positiv zu erwaähnen ist, dass zumindest relativ viel der Actionszenen nicht animiert worden ist, aber so ein paar dämliche Aktionen wie eine Jolie, die in einem Fahrstuhlschacht fröhlich gigantishe Sprünge nach unten macht, ziehen den Film dann auch auf Actionseite neben der Story ein wenig ins Lächerliche. Mehr als mittelmäßig ist der Film nicht.

  2. Schließe mich dem Ton hier an… der Film ist nur mittelmäßig.
    Dass die Erotikszene (Trailer) dem Schnittmeister zum Opfer fiel, wusste ich schon vor Kinobesuch.
    Aber auch sonst sieh Angelina in diesem Film (und nun kommt es) ÄLTER aus als sie eigentlich ist!
    Sie sollte echt etwas mehr essen.

    Die Story hatte spätestens bei einer Wendung gegen Ende des Film bei mir komplett verkackt. Da hätte man mehr draus machen können.
    Zumal viel Spannung und gute Action eingebaut wurde.

    Ich hoffe, man erspart dem Publikum eine Fortsetzung.
    Der Film ist so nur etwas für große Angelina-Fans.

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