„Duell der Magier“ – Fetzen statt Wutschen und Wedeln!

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Wie sehr sich unsere Sichtweise über Zauberer durch „Harry Potter“ verändert hat, merkt man erst, wenn da mal wieder ein Film kommt, in dem Zauberer einfach alles können und mit bunten Effekten über die Leinwand fetzen. Das Action-Popcornkino-Team Jon Turteltaub und Jerry Bruckheimer haben sich mal wieder mit ihrem Liebling Nicholas Cage zusammen getan und zusammen einen lustigen und spannenden Film für alle Altersklassen geschaffen. Der Film will nicht mehr als berieseln und unterhalten, wer nicht mehr erwartet, kann sich genüsslich im Kinosessel zurücklehnen und die Show genießen.

Seit Jahrtausenden bekriegen sich die Lehrlinge vom großen Zauberer Merlin, um in unserer Zeit wieder einmal aufeinander zu treffen. Als Balthazar Blake endlich im unsicheren Dave den lange gesuchten Zauberlehrling findet, entweicht auch sein Erzfeind Maxim Horvath seinem Gefängnis und versucht fortan, böse Zauberer in unsere Welt zu holen, um die Menschheit zu vernichten. Dave hingegen findet sich in einer Welt voller Magie zuerst gar nicht zu recht und würde den ganzen Weltvernichtungskram eigentlich gerne hinter sich lassen, um endlich bei seiner seit der Kindheit angebeteten Becky landen zu können.

Die Story ist schlicht, aber voller lustiger Ideen, man erkennt eben doch noch Disneys Handschrift, denn spätestens bei der Szene mit den Besen und der entsprechenden Musik dazu, dürfte jedem klar sein, dass der Film auf „Der Zauberlehrling“ basiert, die Besenszene ist wohl eine der bekanntesten aus Disneys „Fantasia“. Ach ja, im Original heißt er natürlich auch „The Sorcerer’s Apprentice“, aber „Duell der Magier“ schien dem deutschen Verleih dann doch etwas actiongeladener zu sein, immerhin wurde es nicht „Tödliche Zauberer“ oder sogar „Ein Zauberer zum Verlieben“.

Ansonsten gibt es hier und da ein wenig Kitsch und jede Menge Fun Scenes, die allerdings oft ihren Zweck erfüllen. Der Film ist kein Meisterwerk, will aber auch keins sein, es ist schönes Popcornkino, dass nicht weh tut, aber auch keine Minute Langeweile aufkommen lässt. Zieh dich warm an, Harry, hier geht einiges mehr als in deiner Welt!

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2 Kommentare

  1. Man muss bedenken, dass es sich hierbei um einen Kinder-/Jugendfilm handelt, im Gegensatz zum ein wenig erwachseneren „Fluch der Karibik“. Als solchen kann man ihn sich mal nett ansehen. Die Story ist zwar so unglaublich an den Haaren herbeigezogen und unlogisch, dass man auf keinen Fall über sie nachdenken darf – aber der Film nimmt sich wenigstens auch nicht ernst und will einfach nur einen Effekt nach dem nächsten zeigen. Und wenn man ihn mit dieser Einstellung ansieht und wirklich niemals etwas hinterfragt, dann ist er für schlichte Unterhaltung gut. (Warum man in Anlehnung an „Prestige“ auch hier Tesla-Spulen eingebaut hat – die ein Physikstutent natürlich in seinem gigantischen Keller hat – und die ganze Zeit was von Magie- und Wissenschaftsverbindung gesäuselt wird, ist schon ein starkes Stück!).
    Problematisch finde ich die neue sogenannte „Nerd“-Begrifflichkeit (früher waren es „Freaks“ oder davor mal „Loser“), insbesondere in einem Kinder-/Jugendfilm. Dass er (selbstverständlich) das Mädchen letztlich bekommt, ändert an den unterschwelligen Darstellungen leider nichts – aber bevor ich nun eine Mediensozialisationsanalyse starte, belasse ich es einfach mal auf ein „finde ich nicht gut“. Aber bei Hollywoodfilmen ist Ähnliches ja überall zu finden, allerdings stößt mir sowas immer besonders negativ auf, wenn es sich bei der Zielgruppe in erster Linie um Jugendliche oder Kinder handelt, die ja noch weniger mündig als Erwachsene sind (i. d. R. jedenfalls) und noch sehr stark durch Medien geprägt werden.
    Zum Titel: Ich denke mal, dass man sich gegen den „Zauberlehrling“ entschieden hat, da viele dann eher eine Verfilmung von Goethes Ballade erwartet hätten und der Titel somit viel zu besetzt wäre. Denn der Film geht ja völlig eigene Wege, außer dass die Besenszene in aufgepushter Form vorhanden ist. Ist in diesem Fall vielleicht gar nicht so unklug gewesen, den deutschen Titel zu ändern, auch wenn er so wieder einmal sehr langweilig klingt.
    Also alles in allem nette seichte Unterhaltung für zwichendurch mit einem obercoolen Cage und einer im Großen und Ganzen nicht nervigen Hauptperson. Effektaction! Effektaction!! Effektaction!!!

  2. Also erstmal hat es mich gewundert, dass Shia LaBeouf nicht den NerdFreakLoserDings gespielt hat. Ist der inzwischen zu alt für sowas? ;) Aber ich mochte den Film, ich fand ihn sehr gut. Es hat mich im Grunde niemand genervt, im Gegenteil, alle gut bis sehr gut.

    Die Action, also das, wofür der Film eigentlich da war, fand ich toll. Solche Szenen erwarte ich von Zauberern und nicht so komische bunte Blitze von Stock zu Stock… Wie der Pau schon schrob: Harry kann mal was lernen…

    Ich freue mich auf den 2. Teil *g

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