„Die Legende von Aang“ – Shyamalans Blockbuster

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M. Night Shymalan hat es wirklich nicht leicht in der Filmwelt, nach seinen ersten Geniestreichen wie „The Sixth Sense“ und „Unbreakable“ wollten die Kritiker ihn und seine Filme nicht mehr verstehen und schon gar nicht mehr lieb haben, zu wenig waren seine Filme in ein Schema zu pressen. So sah sich der spezielle Filmemacher wohl gezwungen, mal einen Blockbuster in Szene zu setzen, um mal für einen Film wirklich Geld zur Verfügung zu haben. Wieso er dafür aber als Vorlage die Anime-Zeichentrickserie „Avatar – Der Herr der Elemente“ ausgewählt hat, mag sich einem nicht so erschließen.

Seit über hundert Jahren herrscht kein Frieden mehr zwischen den vier Nationen der Welt. Die Feuer-Nation unterdrückt immer mehr die Wasser- und Erde-Nation und hat die Luft-Nation fast vollständig vernichtet. Früher gab es den Avatar, der die Nationen vereinte und die übernatürlichen Fähigkeiten aller Nationen beherrschte, doch er verschwand. Als die junge Wasserbändigerin Katara im Eis jedoch den jungen Aang entdeckt, wird klar, warum dieser so lange verschwunden war. Doch nicht nur die auf ihn Jagd machende Feuer-Nation macht es Aang nicht leicht, den Frieden wieder zurück zu bringen, er selber ist noch ein Kind und seine Ausbildung zum Avatar war damals noch lange nicht beendet.

Schon ärgerlich, wenn man den Namen „Avatar“ nicht im Titel verwenden darf, der englische Titel wurde so „The Last Airbender“ und der deutsche dann eben „Die Legende von Aang“. Man merkt dem Film leider sehr schnell an, dass Shyamalan kein Mensch für große Filme ist, er schafft es trotz der Vorlage und tollen Aufnahmen nicht, den Film ansatzweise episch erscheinen zu lassen. Der Film wirkt gehetzt und kaum spannend, die Effekte sind zwar gelungen, aber auch die Schauspieler wirken sehr hölzern, nur Hauptdarsteller Noah Ringer als Aang fällt einem positiv auf, auch dank seiner Kampfkunst.

Wenn man eine Serie in die kurze Laufzeit eines Filmes pressen will, hat man die gleichen Probleme wie bei einer Buchverfilmung, die Handlung wirkt unvollständig und teilweise zusammenhanglos. Da ich die Serie nicht kenne, ist mir natürlich nicht klar, was alles fehlt, aber durch die zahlreichen potentiellen Höhepunkte will sich kein richtiger Spannungsbogen aufbauen. Irgendwann ist der Film dann vorbei, natürlich mit einem recht offenen Ende und der Vorlage für den zweiten Teil, und es ist nichts so wirklich hängen geblieben, außer vielleicht dem lustigen, pelzigen Fliegtier, das gerne einen eigenen Film bekommen könnte.

Bleibt zu hoffen, dass Shymalan weiter an sich glaubt und uns mit dem durch „Die Legende von Aang“ verdienten Geld wieder einen kleinen Geniestreich ins Kino bringt, aktuell scheint ja sogar „Unbreakable 2“ in der Planung zu sein.

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7 Kommentare

  1. Dieser Film ist für mich die größte Entäuschung des Jahres. Ich hatte von Anfang an keine großen Erwartungen, da es sehr schwierig ist eine Zeichtrickserie zu verfilmen. Vor allem da Avatar wirklich eine grandiose Serie ist. Aber was M. Night Shymalan hier abgeliefert hat ist wirklich eine frechheit. Das die Charaktere des Films nicht denen der Serie ähnlich sehen können ist klar, aber wenn Prinz Zuko von einen weißen mit Glatze und kleinen Zopf sowie riesiger Narbe, die sein Kennzeichen ist. Auf einmal braun gebrannt, volles Haar und keine Narbe mehr hat, dann frag ich mich ob der Regisseur jemals die Serie gesehen hat. Genauso wurden Charakter eigenschaften der Hauptfiguren einfach über den Haufen geworfen. Aang der eigentlich ein lebenslustiger kleines Keilchen ist, wurde zum depressiven Helden ohne Lebensfreude. Sokka eher Sarkastisch und immer nen Spruch auf den Lippen hat, gibt nicht einen Kommentar ab. Davon abgegesehen sind Schauspielerischen Leistung wirklich schlecht. Komisch ist auch das der Film irgendwie langweilig ist aber die Story total gehetzt rüber kommt. An diesen Film stimmt überhaupt nichts. Wer die Serie kennt und genauso mag wie ich, sollte diesen Film fernbleiben. Er macht die wunderschöne Welt kaputt die man kennengelernt hat. Den anderen kann ich nur die Serie empfehlen und diesen Film zu meiden, der ist einfach schlecht.

  2. Ich kann Maik nur in allem beipflichten.
    Ich war ebenfalls sehr enttäuscht, ich habe wirklich nicht viel erwartet, weil ich schon vorher von der schlechten Kritik gehört habe.
    Aber das, was ich gesehen habe, war wirklich sehr schlecht.

    Die Story wurde komplett übernommen – wobei ich Kürzung oft in Verbindung von kleinen Änderungen besser finde.

    Die Charaktere wurden einfach schlicht weg kaputt gemacht.

    Zum Ende… schaut Euch die Serie an, aber bitte niemals den Film!
    Bitte keinen 2. Teil!

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