„Der letzte Exorzismus“ – Nur bedingt spannend!

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Filme, die ihren Realismus aus wackelnden Kameras und Dokucharakter ziehen, gibt es inzwischen wie Sand am Meer, da kann auch „Der letzte Exorzismus“ nichts Neues bieten. Interessant ist hier sicher der Ansatz, dass der Priester ein Blender ist und man lange im Unklaren gelassen wird, ob es sich hier um übernatürliche Vorkommnisse handelt und wer hier eigentlich wen verarscht, aber trotzdem will sich nie wirkliche Spannung einstellen. Weder Stil, noch Drehbuch und auch nicht die Darsteller heben diesen Film aus der Masse ab, es gibt deutlich bessere „Wackelkamera“-Filme und vor allem deutlich bessere Exorzistenfilme. Netter Ansatz, nicht wirklich gelungene Umsetzung!

Priester Cotton Marcus hat nie wirklich an Gott geglaubt und nutzt seinen Status auch, um Gläubigen mit nicht wirklichem Exorzismus das Geld aus der Tasche zu ziehen, sieht sich aber trotzdem als guten Menschen, da diese nach seiner Show oft von ihrem seiner Meinung nach eingebildeten Besessensein Abstand nehmen. Mit dem gleichen Ansatz will er das junge Farmmädchen Nell heilen, doch nach einem offensichtlichen ersten Erfolg verhält sich das Mädchen immer merkwürdiger und Marcus kommen tatsächlich Zweifel, ob das Mädchen sich die Besessenheit nur einbildet.

Der Film bietet einen guten Ansatz und hat auch den richtigen Stil für seine Umsetzung gewählt, aber gerade weil man immer wieder zweifelt, nimmt der Film sich oft selber die Fahrt. Eli Roth hat diesen Film sicher nicht wegen des für ihn typischen hohen Gewaltanteils in seinen Filmen produziert, der Film kommt mit recht wenig Blut und Gewalt aus, er versucht es eher über die Atmosphäre, was ihm leider nicht auf voller Länge gelingt. Vielleicht einen kurzen Blick wert, aber sonst sollte man doch wieder zu „[REC]“, „Blair Witch Project“ oder „Der Exorzist“ greifen.

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