„Neue Vahr Süd“ – Herr Lehmann beim Bund

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„Herr Lehmann“ war damals der erste Bucherfolg von Sven Regener, dem kurz danach eine sehr erfolgreiche und amüsante Verfilmung mit Christian Ulmen und Detlev Buck folgte. Kurz danach veröffentlichte der Autor mit „Neue Vahr Süd“ die Vorgeschichte des Erfolgsromans, die sich mit Herrn Lehmanns Aufenthalt beim Bund und in der wirren Kommunenzeit der 80er beschäftigt. Regisseurin Hermine Huntgeburth hat mit Frederick Lau in der Titelrolle auch diesen Roman adaptiert, allerdings fürs Fernsehen, was man der unterhaltsamen und lustigen Umsetzung nicht anmerkt.

Frank Lehmann muss zum Bund, weil er vergessen hat zu verweigern. Aufgrund seiner direkten und oft recht unbedachten Art eckt er auch hier schnell bei seinen Vorgesetzten an. Zu Hause flüchtet er vor seinen spießigen Eltern zu ein paar Kumpels, die in ihrer Wohnung für ihn schnell mal mit dem Hammer ein Durchgangsloch in die Wand hauen, um ihm einen Schlafplatz bieten zu können. Hier verguckt sich Frank allerdings in Sibille, auf die auch sein bester Kumpel scharf ist. Die hingegen protestiert gerne gegen das System und die Bundeswehr, also überlegt Herr Lehman, ob eine nachträgliche Verweigerung der Weg zum Herzen seines Schwarms sein könnte.

Ich habe vorher schon viel davon gehört, dass der Roman „Neue Vahr Süd“ wirklich Spaß machen und sogar „Herr Lehmann“ toppen soll. Die TV-Verfilmung hat mich jedenfalls absolut überzeugt, da nicht nur die verrückte Story, sondern auch die tollen Darsteller und das Feeling der 80er „Neue Vahr Süd“ zu einem rundum gelungenen Film machen. Sicher handelt es sich hier um keinen Blockbuster, sondern endlich mal wieder um einen kleinen, deutschen Film, der einen zum Lachen, Schmunzeln, Nachdenken und Kopfschütteln bringen kann. Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, die beiden Romane und auch den dritten Teil „Der keline Bruder“ noch zu lesen.

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Ein Kommentar

  1. Habe mir den Film angeguckt, nachdem mein Vater mir ihn empfolen hatte mit der Randbemerkung: „Jaja, so sah es damals in meiner WG auch aus.“.
    Grundsätzlich muss ich daher nun zwei Feststellungen machen:
    1. Guter Film, kann der Kritik voll zustimmen. Und wer schon mal des Öfteren auf einige Linksalternative getroffen ist oder sogar auf Partys/Orgien mit Punks, Dreadheads&Partnern war, wird vergnügt feststellen, dass einige Sprüche damals wie heute immernoch die selben sind.
    2. Verflucht, wieso hat mir mein Vater früher was von Zimmer aufräumen erzählt!?

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