„Jonah Hex“ – Terroristen im Wilden Comicwesten

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Irgendwann fing es an, dass eine Comicverfilmung nicht unbedingt poppige Superhelden beinhalten mussten, sondern wirklich coole Ideen aus der gezeichneten Vorlage in düstere, lustige und originelle Filme umgesetzt wurden. Natürlich kenne ich (wie bei nahezu allen Comics) auch bei „Jonah Hex“ die Vorlage nicht, aber gerade die Optik des Trailers macht ein wenig Lust auf den Film …der dann aber irgendwie nie in die Kinos kam. Jetzt ist er auf DVD erschienen und wer ihn anschaut, merkt schnell, dass er auch nicht für mehr gut war. Der Film ist nicht wirklich schlecht, aber trotzdem will seine mitunter recht konfuse Story einen nicht so wirklich in ihren Bann ziehen.

Nachdem Jonah Hex im Amerikanischen Bürgerkrieg seinem Vorgesetzten Quentin Turnbull bei einem unmenschlichen Befehl der Gehorsam verweigert, tötet dieser Jonahs Familie und entstellt dessen Gesicht. Jonah überlebt dank indianischer Heilkunst, befindet sich ab da aber zwischen den Welten und kann auch mit Toten kommunizieren. Da Turnbull kurz darauf stirbt, konzentriert Jonah seine Rache in die Arbeit als Kopfgeldjäger, bis der Präsident ihn direkt auf Turnbull ansetzt, der seinen Tod nur vorgetäuscht haben soll und nun mit einer neumodischen Waffe ganze Städte voller Zivilisten in Schutt und Asche legen will.

Gerade das Leben zwischen den Welten wird hier viel zu wenig thematisiert, hier hätte die Story noch um einiges interessanter werden können. So ist man nach wenigen Minuten auch von der hervorragenden Maske für das entstellte Gesicht von Jonah Hex nicht mehr begeistert, Josh Brolin spielt zwar gut, aber nicht herausragend, ebenso John Malkovich, der herrlich fiese sein darf, aber auch schon in besseren Rollen zu sehen war. Ach ja, Megan Fox darf sich als Hure und Gespielin von Jonah Hex auch noch dazwischenrekeln; dass hier etwas zu holen sein würde, hat sicher keiner erwartet.

Also bleibt eine durchschnittliche Comicverfilmung, die man nicht gesehen haben muss, die aber auch nicht wirklich weh tut. Inwieweit das Thema „Terroristen gab es in Amerika schon in Wilden Westen“ auch Grundlage für die Comics ist, weiß ich nicht, hier wirkt es sehr zusammengebastelt. Bunte Optik und laute Rockmusik können da leider auch nichts mehr retten.

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