„The Experiment“ – Enttäuschendes US-Remake

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„Das Experiment“ von Oliver Hirschbiegel mit Moritz Bleibtreu gehörte zu den ersten deutschen Filmen, die mir damals zeigten, dass das deutsche Kino qualitativ weit über dem US-Niveau sein kann. Großartige Darsteller, eine wirklich beklemmende und zudem sehr realistisch erzählte Story, „Das Experiment“ ging unter die Haut, wühlte auf, brachte einen zum Nachdenken und blieb im Gedächtnis. Jahre später hat nun Hollywood die Thematik mit Adrien Brody und Forest Whitaker neu verfilmt … und enttäuscht wirklich überall.

Eine Gruppe von Testpersonen soll abgeschnitten von der Außenwelt Wärter und Insassen eines Gefängnisses spielen. Ausgestattet mit zu befolgenden Regeln finden sich beide Seiten schnell in ihre Rollen ein, doch schnell beginnt die Situation zu eskalieren, immer mehr Grenzen werden überschritten und bald schrecken die Wärter auch vor psychischer und körperlicher Gewalt nicht zurück.

Amerikaner sind absolut nicht in der Lage, Remakes europäischer Filme zu drehen, was hier wieder einmal bewiesen wird. Die Handlung wirkt unglaublich an den Haaren herbei gezogen, die Entwicklung und die Taten der Hauptfiguren und vor allem des (quasi gar nicht vorhandenen) Testpersonals ist in keiner Form nachvollziehbar. Hier werden ein paar Szenarien durchgespielt, die beim Zuschauer Unwohlsein hervorrufen sollen und doch lösen sie bei jemandem, der das Original kennt, nicht viel mehr als Gähnen aus. Die Schauspieler spielen durchschnittlich, in erster Linie aber auch aufgrund der schlecht ausgefertigten Charaktere. Gekrönt wird die immer unrealistischere Handlung durch ein so blödes Ende, dass man sich dann doch fragt, warum man dummerweise wieder einem US-Remake eine Chance gegeben hat.

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