„Sanctum“ – Höhlen, Taucher und James Cameron

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Nach dem Erfolg von James Cameron steht dessen Name für Erfolg, nicht umsonst lassen die Macher dieses Films ihr Werk bewusst unter „James Camerons Sanctum“ laufen, obwohl der nur als Produzent tätig war. Natürlich wurde auch dieser Film in 3D gedreht, aber auch die schönen Aufnahmen der unterirdischen Höhlen wollen diesen Film leider nicht aus dem Mittelmaß herausheben, der krank leider an einer zu einfachen und zu langweilig inszenierten Story und nicht gerade großartigen Darstellern. Für einen Thriller etwas zu wenig Thrill, von allem anderen leider auch nicht genug. Also nicht einen neuen 3D-Geniestreich von James Cameron erwarten, „Sanctum“ ist nicht mehr als ein netter Film für zwischendurch!

Frank ist ein Vollbluttaucher, dessen Passion im Erforschen unterirdischer Höhlen besteht. Doch als bei einem Sturm das zu erforschende Höhlensystem vom Regen geflutet wird, muss er zusammen mit den Resten seines Teams, seinem Sohn, sowie seinem Geldgeber und dessen Freundin einen unterirdischen Weg nach draußen suchen. Doch das ist in dem unerforschten Höhlensystem mit nur noch wenig Taucherausrüstung gar nicht so leicht.

So, Produzenten-Namensgebung und 3D mal beiseite, eigentlich hätte man aus dieser Idee auch so einen spannenden und optisch beeindruckenden Film machen können, aber irgendwie will hier nichts so richtig fesseln. Vermutlich, weil die ohnehin nicht gerade großartig spielenden und außer Richard Roxburgh völlig unbekannten Darsteller auch keine Chance bekommen, ihre Charaktere auszubauen und so für den Zuschauer Identifikationsfiguren darzustellen. Auch die Vater-Sohn-Geschichte kommt viel zu altbacken und kitschig daher, um wirklich emotional wirken zu können. So ist es dem Zuschauer größtenteils egal, ob ein Charakter das Zeitliche segnet, wirklich wichtig sind einem die Personen eigentlich alle nicht.

Wer „The Descent“ gesehen hat, der weiß, wie beklemmend und furchteinflößend ein Höhlenszenario aussehen kann, hier befinden sich die Charaktere meistens in recht großen Höhlen, von Beklemmung also auch keine Spur. Hier und da gibt es dann ein paar spannende Momente, die aber schnell wieder durch ein paar langatmige Szenen neutralisiert werden. Im Gegensatz dazu gibt es auch nicht viele, wirklich beeindruckende Aufnahmen des Höhlensystems, der Blick von oben in den Krater mitten im Dschungel macht vermutlich noch am meisten Eindruck.

Insgesamt sollte sich James Cameron wirklich fragen, ob er seinen Namen da nicht für den falschen Film hergegeben hat, denn angesichts des recht mäßigen Erfolgs des Films ist sein Name dann noch nicht mal der erwartete Garant für große Einnahmen. Schön, dass eben manchmal doch die Qualität eines Films über dessen Erfolg entscheiden kann, auch wenn das nicht besonders häufig vorkommt.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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