Neuauflage der „Fünf Freunde“ fürs Kino geplant

fuenffreundeEs gibt für jeden Dinge, die immer ein besonderer Teil der eigenen Kindheit sein werden, bei mir sind das „Fünf Freunde“, die Kinderdetektive aus der Feder von Autorin Enid Blyton, von denen ich nicht nur die Bücher mehrfach verschlungen habe, sondern auch ohne Ende die Hörspielkassetten gehört und als besonderes Highlight die TV-Serie aus den 70ern gesehen habe, die letztes Jahr auch endlich auf DVD und Blu-ray erschienen ist. Trotzdem oder gerade deshalb erfüllt mich die Nachricht über die für 2012 geplante Kino-Neuauflage nicht unbedingt mit Begeisterung.

Bereits die Hörspielkassetten profitierten nicht von neuen Abenteuern mit neuen Stimmen und auch die neue TV-Serie aus den 90ern fühlte sich einfach nicht richtig an. Gerade weil Hörspiel und TV-Serie damals die gleichen Stimmen hatten, waren eben genau das die „Fünf Freunde“, wer könnte sich eine andere Stimme als die von Oliver Rohrback für Julian vorstellen? Der spricht übrigens auch Justus bei den „Drei Fragezeichen“, eine andere Kultreihe mit jungen Detektiven, deren Neuauflagen fürs Kino auch nicht auf Begeisterung bei den Fans stießen, das gleiche Schicksal ereilte auch die neuen Kinofassungen von „TKKG“ oder „Bibi Blocksberg“, Kindheitserinnerungen kann man eben nicht im Erwachsenenalter neu manipulieren.

Doch zurück zur Neufassung der „Fünf Freunde“. Diese soll bereits 2012 in die Kinos kommen und unter der Regie von Mike Marzuk mit Michael Fitz, Anna Böttcher, Gustav Peter Wöhler und Valeria Eisenbart besetzt sein, produziert wird von den Macher von „Die Wilden Kerle“, auch nicht gerade ein gutes Omen. Die deutsche Produktion nimmt sich wieder einmal die Geschichte von „Fünf Freunde auf der Felseninsel“ vor, die auch bei der TV-Serie als erstes Abenteuer der vier Freunde mit dem Hund Timmy verwendet wurde. Die „Fünf Freunde“ bekommen es hier mit Gaunern zu tun, die sich die wissenschaftliche Arbeit von Georges Vater unter den Nagel reißen wollen, die dieser auf einer schwer zugänglichen Insel gerade zum Abschluss bringen will.

Vermutlich wird auch diese Verfilmung daran scheitern, dass man dem Klassiker einen coolen, jugendlichen Neuanstrich verpassen will, aber wirklich sehen werden wir das erst im nächsten Jahr. Hoffentlich gibt es wieder jede Menge Geheimgänge, aber ohne die coolen rechteckigen Taschenlampen aus den 70ern ist das Erforschen irgendwie einfach nicht richtig, oder?

Verwandte Artikel

3 Kommentare

  1. Ja, ich bin auch insbesondere akustisch stark von den 70er-Stimmen geprägt; da ich auch insbesondere die Hörspiele rauf und runtergehört habe. Es wird als schwer sein, sich mit einer Neuinterpretation anfreunden zu können. Aber mal schauen. Nur, weil man inzwischen alt und nostalgisch ist, heißt es ja nicht, dass nicht neue junge Leute von einer Neuauflage begeistert werden können. Aber inwiefern man der alten Vorlage treu bleiben wird, ist fraglich bzw. das ist heutzutage eigentlich unmöglich.

  2. Bei den 5 Freunden kommt es ja oft darauf an, wann (1960er / 70er… Jahre) und wie (Buch / Film etc.) man den ersten Kontakt mit ihnen hatte.

    Ich fand z.B. die 70er Fernsehserie nicht so toll, weil ich immer das England der 40er / 50er Jahre beim Lesen der Bücher vor Augen hatte. Da war „zeitlich korrekt“ die 90er Serie besser, wenn auch schauspielerisch ebenfals nicht der Knaller.

    Die Übersetzung der Bücher ist ja auch grauenhaft (oft schlecht eingedeutsch – Namen, Orte… -) und wie ich beim Lesen der Originale feststellte auch stark gekürzt, so dass der Sinn der Handlung manchmal entstellt wurde.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.