„Scream 4“ – Peinlich vermasselter Neuaufguss!

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Und wieder einmal hat man sich an einem Klassiker vergriffen und ihm alles andere als eine würdige Fortsetzung geschenkt. „Scream“ bleibt bis heute ein Meilenstein im Horrorgenre, er erklärte nicht nur die Regeln der Horrorfilme, er legte auch den Grundstein für eine neue Art des Teeniehorrors und des Slashers. Zwei nicht mehr voll überzeugende Fortsetzungen machten in den 90ern eine Trilogie daraus. Nach vielen Jahren holte man nicht nur Neve Campbell, Courtney Cox und David Arquette wieder vor die Kamera, man konnte auch wieder Wes Craven als Regisseur und Kevin Williamsen als Autor für das Projekt gewinnen, das weckte doch einige Hoffnungen. Das Ergebnis ist allerdings eine müde Kopie des Originals ohne jegliche Selbstironie oder Originalität.

Nach vielen Jahren kehrt Sidney in ihre Heimatstadt zurück, um ihr neues Buch zu präsentieren. Doch sofort treibt ein neuer Serienkiller mit der altbekannten Maske sein Unwesen und scheint das alte Mordschema zu kopieren. Auch Sheriff Dewey und die ehemalige Reporterin Gail werden wieder in die Mordserie einbezogen, der Mörder scheint es nämlich auf alle abgesehen zu haben, die Sidney nahe stehen. Das betrifft auch ihre Cousine Jill und deren Freundeskreis.

Die „Scream“-Trilogie lebte von origniellen Wendungen und gruseliger Atmosphäre, beides sucht man hier vergeblich. Das neue Drehbuch stellt nicht nur eine sehr billige Kopie des Originals dar, für einen Slasher wartet man sogar vergbellich auf auch nur einen originellen Mord. Fröhlich wird einer nach dem anderen mit dem Messer abgestochen, für den Killer ein großes Glück, dass er in der einzigen amerikanischen Kleinstadt umgeht, wo selbst bedrohte Menschen keine Schusswaffe in der Nähe haben. Ein wirklicher Handlungsstrang ist nicht erkennbar, die neuen Charaktere bieten nicht viel Interessantes, werden ja aber auch in schneller Folge dezimiert. „Scream 4“ erfindet sich weder neu, noch kann es einen glaubhaften Anschluss an die alten Filme bilden. Auch Jungstars wie Hayden Panettiere oder Cameos von Anna Paquin oder Kristen Bell helfen hier nicht weiter.

Unterm Strich bietet ist der vierte Teil weder etwas für Fans der Originaltrilogie, noch für Horrorfans generell, wie zu befürchten wurde erneut eine Geldmaschine neu angeworfen, ohne dass sich jemand dafür wirklich Mühe geben musste. „Scream 4“ verkommt zu einem der billigen, einfach gestrickten Horrorfilme, von denen man sich mit der originalen Trilogie noch so absetzen wollte und sie in gewisser Weise sogar auf die Schippe nahm. Keine Story, keine Spannung, kein fröhliches Splattern und das Gruseligste am Film ist das schrecklich geliftete Gesicht von Courtney Cox.

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