„Priest“ – Kirchen-Vampir-Apokalypse-Comicverfilmung

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Comicverfilmungen erfreuen sich mal wieder einer großen Beliebtheit, so hat es jetzt auch „Priest“ auf die große Leinwand geschafft und versucht mit „Mad Max“-Optik, seltsamen Vampiren und einer übermächtigen Kirchenregierung zu unterhalten und dafür Stars wie Paul Bettany, Karl Urban, Maggie Q und „True Blood“-Star Stephen Moyer in die postapokalyptische Wüste. Das funktioniert aber nur mittelmäßig, der Film kann nicht wirklich beeindrucken oder überzeugen, scheucht einen aber auch nicht sofort aus dem Kino. Aber ob die Option auf den zweiten Teil wirklich genutzt wird, ist wohl fraglich.

In der Zukunft hat die Menschheit einen Kampf zwischen Mensch und Vampir hinter sich. Dank besonderer Kämpfer, der „Priester“, konnte die Kirche die Vampire besiegen und in Reservate sperren und hinter großen Mauern die überlebenden Menschen unterdrücken. Doch als offensichtlich doch wieder ein paar Vampire ihr Unwesen treiben, verbietet die Kirche einem Priester, der Sache nachzugehen, um nicht die Kontrolle über die Menschen zu verlieren. Der Priester wiedersetzt sich und forscht auf eigene Faust nach, doch er hat einen mächtigen Gegner vor und seine eigenen alten Partner als Verfolger der Kirche hinter sich.

Obwohl die Optik des Films gar nicht so schlecht daher kommt, wurde auf eine Story fast komplett verzichtet, zu sehr baute man darauf, dass das Grundszenario schon genug ausrichten würde. Doch für ein B-Movie nimmt sich der Film dann leider doch zu ernst, so zieht er langsam an einem vorbei und wird in kürzester Zeit nicht mehr in Erinnerung bleiben. Zudem ist das Vampirthema langsam wirklich wieder ausgereizt, da kann auch die Mischung mit der Postapokalypse und der Kirchenübermacht nichts mehr ausrichten. Auch die Darsteller können da nicht mehr viel retten, Paul Bettany scheint nach „The Da Vinci Code“ und „Legion“ auf religiöse Rollen festgelegt worden zu sein, Karl Urban und Maggie Q fallen in ihren nicht wirklich facettenreichen Rollen nicht wirklich auf und Serienstars wie Stephen Moyer oder Mädchen Amick werden mit Kurzauftritten verheizt, ohne irgendwas beitragen zu können.

Wer Lust auf eine 08/15-Comicverfilmung hat, kann sich hier für nicht mal 90 Minuten berieseln lassen, wer gutes Kino möchte, sollte im Kinoprogramm besser nach einer Alternative suchen.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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