„Source Code“ – Donnie Darko grüßt das Murmeltier!

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Immer wieder versuchen sich Filme daran, dass Zeitreisende in die Vergangenheit reisen, um dort die Zukunft zu ändern und fast immer stoplern sie dabei über so manches Logikkonstrukt. „Source Code“ wählt hier einen neuen Weg, mischt ein wenig „Und täglich grüßt das Murmeltier“ und „Zurück in die Vergangenheit“ mit hinein und schafft damit einen einfachen, aber trotzdem interessanten, kleinen Thriller, der mit Jake „Donnie Darko“ Gyllenhaal, Michelle Monaghan und Vera Farmiga gut besetzt wurde. Natürlich erfindet der Film das Rad nicht neu, kann aber trotzdem gut unterhalten und bietet etwas Diskussionsstoff für die Zeit nach dem Kinobesuch.

Der US-Sodat Stevens kommt in einem Zug zu sich, der kurz darauf nach einem Bombenanschlag explodiert. Dann findet sich Stevens in einer Kapsel wieder, wo Angehörige des Militärs ihm per Monitor erklären, dass man ihn wieder zurück in den Zug schicken wird, damit er dort die Ursachen des Bombenanschlags klären kann. Mit jedem neuen Versuch erfährt Stevens mehr, doch nutzt er die Chance auch, um mehr über sein eigenes Schicksal herauszufinden und nach einem Weg zu suchen, um die Menschen im Zug retten zu können, obwohl dieses Ereignis schon wenige Stunden zuvor real stattgefunden hat.

Nachdem Regisseur Duncan Jones mit „Moon“ schon einmal einen Film mit sehr wenigen Darstellern, einem sehr überschaubaren Schauplatz und trotzdem viel Inhalt und Möglichkeiten zum Grübeln auf die Leinwand gebracht hat, bietet sein neuer Film „Source Code“ ebenfalls ein interessantes Szenario, das trotz seines sehr kleinen Handlungsspielraums viel Platz zum Nachdenken bietet. Jake Gyllenhaal kann endlich wieder in einem Independentstreifen zeigen, was er drauf hat, nachdem seine Ausflüge ins Mainstreamkino nicht unbedingt von Erfolg gekrönt waren.

Nicht ungewollt erinnern ein paar Szenen an „Und täglich grüßt das Murmeltier“, wenn bei dem sich immer wiederholenden Szenario der Hauptdarsteller irgendwann schon weiß, wer wann was sagen und was wo passieren wird. Auch die Ähnlichkeit mit der alten TV-Serie „Zurück in die Vergangenheit“, in der Scott Bakula in die Körper fremder Leute schlüpfte, um dort deren Schicksal zu ändern, ist dem Macher durchaus bewusst, nicht umsonst wurde Bakula als Synchronstimme für Stevens Vater als versteckter Cameo engagiert.

Herausgekommen ist ein auf den ersten Blick unscheinbarer Thriller mit vielen Ansätzen zum Nachdenken, wenn auch nicht so ein Geniestreich wie „Moon“. Für Fans von Raum-Zeit-Veränderungsfilmen sicher den Besuch im Kino wert.

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