„Tron Legacy“ – Donnernde Computerspiel-Bilderorgie!

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Nach fast 30 Jahren bekommt ein weiterer Klassiker eine verspätete Fortsetzung, „Tron“ gilt bis heute als Meilenstein der Filmgeschichte angesichts seiner damals revolutionären Tricktechnik. „Tron Legacy“ bietet wie schon sein Vorgänger eine recht dünne und mitunten auch sehr konfuse und unlogische Story, doch das ist hier absolut nebensächlich, denn die Fortsetzung kann mit einer tollen Mischung aus Computereffekten, beeindruckenden Bildern und absolut stimmiger, donnernder Musik überzeugen. Hier finde ich es wirklich schade, dass ich den Film erst jetzt zum DVD-/Blu-ray-Start sehen konnte und nicht im Kino, bei „Tron Legacy“ hätte sich vermutlich sogar 3D gelohnt.

Seit Sams Vater vor vielen Jahren verschwand, wartet er auf dessen Rückkehr, verbringt die Zeit mit waghalsigen Aktionen und kümmert sich wenig um das Computerimperium, das sein Vater hinterlassen hat. Doch als eines Tages eine Nachricht aus der alten Spielhalle seines Vaters kommt, entdeckt Sam dessen geheimes Labor und wird ebenfalls ins „Raster“ portiert, eine vom seinem Vater geschaffene Computerwelt, in der sich die Programme mit gefährlichen Spielen bei Laune halten. Immer um sein Leben kämpfend sucht Sam dort einen Ausgang, und natürlich seinen verschollenen Vater.

Vermutlich hätte ich das Original vorher noch mal schauen sollen, aber „Tron Legacy“ kann auch so sehr gut unterhalten. Angesichts des Vorgängers hatte man hier gar nicht erst eine große Erwartungshaltung, was die Story betrifft, die bei dieser bild- und soundgewaltigen Effektorgie auch absolut ausreichend ist und der man fehlende Logik und Tiefgang gerne verzeiht. „Tron Legacy“ ist etwas für die Augen und Ohren, den Verstand kann man hier gerne abschalten und sich einfach nur befeuern lassen.

Auch wenn der zweite Teil in vieler Hinsicht wie eine gepimpte Version des Klassikers daher kommt, spinnt er die Geschichte des ersten schon passend weiter, auch die Idee, Kevin Flynn in zwei Altersversionen auftreten zu lassen, ist sehr amüsant, zeigt allerdings auch, dass wir trotz revolutionärer Technik noch nicht an dem Punkt sind, dass computeranimierte Menschen sich nicht mehr von echten Schauspielern unterscheiden würden. Es tut „Tron Legacy“ gut, mit Jeff Bridges den alten Star wieder dabei zu haben und auch Bruce Boxleitner wieder mit einer Gastrolle auftauchen zu lassen, zudem runden Garrett Hedlund, Olivia Wilde und Michael Sheen den Cast gelungen ab.

Wer schon den ersten Teil mochte, wird auch hier zufrieden sein, wer auf beeindruckende Bilder und Spezialeffekte steht ebenfalls, einfach zurücklehnen und genießen!

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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