„The Guard“ – Schwarzer Humor aus Irland!

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Wer „Brügge sehen …und sterben?“ mochte, der dürfte auch hier gut unterhalten werden. „The Guard“ hat nicht nur eine ähnlich schlichte und doch originelle Cop- bzw. Gangsterstory zu bieten, sondern auch Brendan Gleeson, der nach unzähligen großartigen Nebenrollen auch mal aus Hauptdarsteller glänzen kann. Als unkonventioneller, irischer Bulle macht Gleeson einfach jede Menge Spaß, Nebendarsteller wie Don Cheadle oder Mark Strong sind hier eigentlich nur Zeilengeber. Zwar kann der Film mit verschrobenen Charakteren und ein paar tollen Dialogen punkten, doch leider nicht über die volle Länge unterhalten. Für Fans von Independentfilmen ist der Film aber auf jeden Fall ein Geheimtipp.

Als der irische Bulle Gerry Boyle einen seltsamen Mord in seinem Städtchen untersucht, steht plötzlich das FBI vor der Tür, um wegen eines geplanten Drogendeals zu ermitteln, einer der Hauptverdächtigen ist Boyles jüngstes Mordopfer. Während das FBI mit seinen Ermittlungen nicht weiter kommt und von der geschmierten örtlichen Polizei mit Falschinformationen versorgt wird, steht Boyle bald als einziger den Gangstern gegenüber.

Der Film lebt in erster Linie von seinen Dialogen, gerade zwischen dem Gangstertrio, aber auch zwischen Boyle und dem FBI-Agenten, dem er mit rassistischen Äußerungen immer wieder auf den Schlips tritt. Für den Film ist allerdings Brendan Gleeson ein Glücksgriff, da er dem irischen Cop seine ganz spezielle Note verpasst, und den ansonsten recht unscheinbaren Film so deutlich mehr Klasse verleiht. Action- oder Komödienfans dürften hier nur begrenzt auf ihre Kosten kommen, aber Freunde von Filmen abseits des Popkornkinos dürften hier sicher ihre Freude dran haben. Der peinlichste Witz ist in diesem Fall wohl wieder der deutsche Titel „The Guard – Ein Ire sieht schwarz“…

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