„The Thing“ – Prequel-Remake eines Horrorklassikers

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John Carpenter hat in den 80ern viele Horrorklassiker geschaffen, einer der besten ist wohl „Das Ding aus einer anderen Welt“, ein für die damalige Zeit recht harter Schocker, der neben der spannenden Story auch mit revolutionären Spezialeffekten punkten konnte. 30 Jahre später entschied man sich für ein Remake und gleichzeitig ein Prequel, denn die Handlung der neuen Version von „The Thing“ zeigt die Ereignisse, die sich in der norwegischen Station abgespielt haben, die in der alten Fassung nur im zerstörten Zustand gezeigt wird. Obwohl die neue Fassung leider nicht viel mehr als ein trashiges B-Movie geworden ist, hat man sich viel Mühe gegeben, es an die Handlung des Vorgängers anzupassen.

Inhalt

Die Paläontologin Kate wird in ein norwegisches Forschungslager am Südpol gebracht, wo man gerade ein Raumschiff und eine außerirdische Leiche im Eis gefunden hat. Doch die Freude über den revolutionären Fund schwindet schnell, als das Wesen erwacht und angreift. Doch es tötet nicht nur die Forscher, es kopiert auch deren Gestalt und bald weiß keiner mehr, ob der andere noch er selbst ist oder in sich ein brutales Monster versteckt.

Review

Die Geschichte ist immer noch interessant und spannend, doch während der Klassiker mit Kurt Russel in erster Linie auf Spannung und seine düstere Atmosphäre setzt, wird hier ganz schnell im großen Stil gemetzelt, was das Zeug hält. So ist der Film dann doch nicht über den Durchschnitt erheben, auch Mary Elizabeth Winstead kann da nicht viel retten. Ich habe im Anschluss das „Ding“ aus den 80ern noch einmal geschaut und feststellen müssen, dass der Film davon lebt, dass man eben nicht alles zu sehen bekommt und dass die Effekte von damals heute natürlich sehr antiquiert wirken, aber trotzdem besser schocken können als alle neuen Computeranimationen. Allerdings ist mir beim Schauen des alten Films positiv aufgefallen, dass man sich bei der Neufassung sehr nah an den Klassiker gehalten hat und sich diese sehr gut als Prequel funktioniert, zumal die Ereignisse in der norwegischen Station natürlich eine gute Grundlage für eine Vorgeschichte bilden.

Und doch merkt man eben im direkten Vergleich sehr deutlich, dass ein zeitloser Horrorfilm eben nicht durch ein billigen Splatterfilm kopiert werden kann. Ich würde daher weiterhin den Klassiker von Carpenter empfehlen, aber bei nicht zu großer Erwartungshaltung kann man auch der Neufassung eine Chance geben. Wer das Prequel allerdings zuerst schaut, verliert natürlich so einige Überraschungseffekte beim Original, denn die Neufassung von „The Thing“ ist wie gesagt nicht nur ein Prequel, sondern in gewisser Weise auch ein Remake, die große Teile der Originalstory für die eigene Handlung verwendet.

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