„The Ides of March: Tage des Verrats“ – Sehr interessant!

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Während gerade in den USA der Vorwahlkampf für die Präsidentschaft der Republikaner läuft, bringt George Clooney sein eigenes Szenario dazu in die Kinos und in einem sehr realistischen, intelligenten Politdrama, wie hart undrücksichtslos es bei den Vorwahlen hinter den Kulissen abgeht, selbst wenn die Kandidaten beide Demokraten sind. Wer sich für Politik interessiert, sollte diesen Film auf jeden Fall sehen.

Nicht zuletzt seinem jungen Pressesprecher Stephen Myers verlangt der demokratische Gouverneur Mike Morris einen knappen Vorsprung bei den Vorwahlen der Demokraten zur amerikanischen Präsidentschaftswahl. Beide Seiten kämpfen mit durchdachten und oft auch rücksichtslosen Methoden, um den knappen Vorsprung zum Gegner auszubauen. Doch dann bringen eine Journalistin, ein Treffen mit dem gegnerischen Lager und eine Praktikantin Stephens Strategie durcheinander.

Nicht zuletzt der der Ermordung Julius Caesars entnommene Titel (ohne den deutschen Zusatz) deutet bereits an, dass es um Verrat aus den eigenen Reihen geht. Clooneys Film lebt sehr von seinem realistischen Szenario, der Aktualität und Brisanz des Inhaltes und dem wirklich großartigen Darsteller-Ensemble, das mit ihm selbst, Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Evan Rachel Wood, Marisa Tomei und vor allem Ryan Gosling in der Hauptrolle sehr passend besetzt. Dabei bleibt der Film trotzdem auf dem Boden, die Story wird nicht zu weit getrieben und ist trotzdem spannend. Clooney nimmt sich bei dieser Schlammschlacht bewusst einen lupenreinen Demokraten ins Zentrum und korrumpiert diesen dann, um zu zeigen, dass Politik immer ein Schlachtfeld ist und es auch bei den „Guten“ selten nur schwarz und weiß gibt. Wenn man diesen Film sieht, wünscht man sich, dass eher Schauspieler wie George Clooney statt Arnold Schwarzenegger oder Ronald Reagan in der amerikanischen Politik mitmischen würden.

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4 Kommentare

  1. Tja, war das jetzt ein Film oder eine Bewerbung?

    Sollte letzteres der Fall gewesen sein, könnte man sagen: durchaus gelungen!
    Selbiges gilt natürlich auch für den Film, aber es ist gerade spannender, den Faden weiter zu spinnen und zu durchdenken wie George, auf Plakaten Obama-like dargestellt, in 2016 die politische liberale Szene in den USA aufmischen könnte. Die entsprechende Einstellung bringt er mit, politisch-gesellschaftliche Statements sind von ihm bereits getätigt worden, über das Aussehen brauchen wir uns ja nicht zu streiten und bekannt ist er auch. Ein paar Vorbilder/-gänger hat er zudem: Arnie, Ronny und diverse weitere
    ( sogar ein ehemaliger Wrestler ist unter der Gouvenor-Gilde ).

    Gut, so weit mein Gedankengang. Womöglich ein wenig abwegig aber durchaus interessant. So interessant, dass ich mir den Film unter dieser Prämisse gerne noch einmal anschauen würde.

  2. In Vergangenheit stand man den Regie-Leistungen Clooneys eher skeptisch gegenüber, man erinnert sich an einen einen komödiantischen Footballfilm mit romantischen Einflüssen, welcher in den 20er Jahren spielt. Mit den Iden des März hat sich „George Clooney“ nun endgültig in der Regie-Branche etabliert und kann auf ein gelungenes Werk zurück blicken, was mit „Ryan Gosling“ in der Hauptrolle einer der bedeutsamsten Filme des letzten Jahres ist. Ein rundum packender Politthriller, dessen Thematik aktueller nicht sein kann.

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