„Drive“ – Der bessere und coolere „Transporter“!

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Obwohl ich dänische Filme mag, waren die Filme von Nicolas Winding Refn nicht gerade die Highlights, auch Hauptdarsteller Ryan Gosling ist mir bisher nur in „The Ides of March“ und „Lars und die Frauen“ aufgefallen, trotzdem hatte ich bei „Drive“ das Gefühl, hier würde sich vielleicht ein kleines Highlight verbergen und das war tatsächlich so. Der Film ist nicht nur großartig inszeniert und gespielt, er hat auch seinen ganz eigenen Stil. Kein „Autofilm“ war jemals so ruhig und doch so cool und spannend, da kann sich „The Transporter“ ganz warm anziehen. Allerdings sind ein paar Gewaltszenen nichts für schwache Nerven!

Der namenlose Driver ist ein bemerkenswerter Autofahrer, arbeitet tagsüber in einer Werkstatt und bietet seine Fähigkeiten nachts als Fahrer von Fluchtautos an, wobei er hier nach einem strikt vorgegebenen Plan vorgeht. Als der wartkarge Einzelgänger jedoch Irene und ihren Sohn kennenlernt, ändert sich sein Leben und er lässt sich auf einen Coup ein, der alle in Gefahr bringt.

Wenn man die ersten Minuten und die erste Autoflucht gesehen hat, ist man drin im Film und schon überzeugt. Nicolas Winding Refn schafft es während des ganzen Films die Actionszenen so ruhig und doch so nervenaufreibend darzustellen, wie man es noch nie gesehen hat. Natürlich trägt vor allem der großartig spielende Ryan Gosling elementar zum Gelingen des Films bei, doch auch die mit Bryan Cranston, Carey Mulligan und Ron Perlman prominent besetzten Nebenrollen haben die perfekten Darsteller bekommen. Die Story verknüpft gekonnt Mafia- und Gangsterelemente mit einem Drama, hier funktioniert einfach alles. Action und Gewalt sind hier gekonnt eingesetzes Beiwerk, das einen immer wieder aus der sehr ruhigen Inszenierung reißt, aber sich perfekt in die Coolness des Films einfügt.

„Drive“ ist tatsächlich ein kleines Highlight, allerdings mehr für Fans künstlerisch wertvoller Filme als für Action- und Autofanatiker, wie der Titel glauben machen könnte.

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