„Die eiserne Lady“ – Meryl Streep ist Maggie Thatcher!

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Gone Girl

Biopics werden nie aus der Mode kommen und die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher bietet sicherlich viel interessanten Stoff für eine Verfilmung. Doch trotz einer wirklich großartig und zurecht mit einem Oscar bedachten Meryl Streep konzentriert sich der Film zu sehr auf die alte, unter Demenz leidende Frau mit Halluzinationen ihres verstorbenen Mannes konzentriert, anstatt mehr auf die politische Karriere Thatchers einzugehen. Regisseurin Phyllida Lloyd hat zwar mit Streep schon „Mamma Mia“ zusammen gedreht, aber vielleicht hätte man für ein gelungenes Biopic doch einen anderen Regisseur engagieren sollen.

Die ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher lebt zurückgezogen, leidet unter Demenz und unter Halluzinationen ihres verstorbenen Mannes. Immer wieder schwelgt sie in Erinnerungen, wie sie als Vorsitzende der Konservativen in England und kurz drauf sogar als erste Premierministerin mit ihren energischen Art als eine der mächtigsten Frauen die Weltgeschichte veränderte.

Wie schon bei „J. Edgar“ hat man am Ende des Films das Gefühl, nicht genug über die zentrale Person erfahren zu haben. Hier allerdings sieht man die kostbare Laufzeit des Film unglaublich vergeudet mit den belanglosen Aufnahmen der alten Maggie Thatcher, wohingegen die wichtigen Stationen ihres Wirkens in der Politik zwar angerissen, aber nicht wirklich ausgeführt werden. Aus einer so umstrittenen Persönlichkeit hätte man viel mehr machen können als nur die traurige Geschichte einer alten Frau, die früher mal so viel in der Weltpolitik verändert hat.

Meryl Streep und den Maskenbildnern hingegen gebührt tatsächlich sehr viel Lob, die Darstellung von Margaret Thatcher ist einfach beeindruckend. Doch das alleine macht leider keinen guten Film, vor allem dann nicht, wenn man eine Lebensgeschichte mit soviel Potential zur Verfügung hatte.

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