„John Carter: Zwischen zwei Welten“ – Mars macht mobil!

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Was genau ist eigentlich die Grundlage von „John Carter“? Wenn ich richtig informiert bin, wohl sehr alte Comics vom „Tarzan“-Schöpfer, oder? Aber kennen musste man den irdischen Helden auf dem Mars offensichtlich vorher nicht. Selten fiel es mir bei einem Film so schwer zu sagen, ob ich ihn nun mochte oder nicht. Bombastische Aufnahmen und beeindruckende Spezialeffekte, der Inbegriff des Popcornkinos, das erwartet einen hier, allerdings mit einer recht plumpen Story und doch so einigen Längen. Bereuen tue ich den Kinobesuch nicht, aber weiterempfehlen würde ich „John Carter“ wohl auch nicht. Wirklich toll war aber eigentlich nur der schnelle Froschkatzenechsenhund Woola!

John Carter ist zur Zeit des Wilden Westens desertiert und findet in einer Höhle nicht nur sehr viel Gold, sondern auch ein Amulett, dass ihn mal eben auf den Mars teleportiert. Dort gerät er in den Krieg der verschiedenen Stämme und wird nicht zuletzt aufgrund der seiner irdischen Anatomie zu verdankenden übermäßigen Kräfte auf dem Mars schnell in den Konflikt verwickelt. So muss er sich bald entscheiden, ob er einen Weg zurück auf die Erde finden oder lieber das Herz der Marsprinzessin erobern will.

Regisseur Andrew Stanton hat mit „Findet Nemo“ und „Wall-E“ vielleicht ein paar der besten Filme von Pixar inszeniert, deren Einfluss angesichts der guten Spezialeffekte nicht zu übersehen ist. Doch wirklich rund ist das bunte Action-Sciencefiction-Abenteuer aus dem Hause Disney irgendwie nicht. Etwas wirr kommt die Geschichte des Außenseiters von der Erde daher, der eher unfreiwillig zum Helden auf dem Mars wird. Hauptdarsteller Taylor Kitsch (Haha, Disney, Kitsch, hurra!), Mark Strong, Bryan Cranston und die „Rom„-Darsteller Ciarán Hinds und James Purefoy passen zwar in ihre Rollen, wirklich beeindrucken können sie aber nicht, da machen schon eher die animierten Marsbewohner mehr Spaß.

Vermutlich hätte man den Film mit einer Stunde weniger Laufzeit zu einem kurzweiligen Kinospaß machen können, so verliert er sich immer wieder in Nichtigkeiten und vermag es nicht, einen über die volle Lauflänge zu unterhalten. Allerdings war der Film auch nicht schlecht, solides Popcornkino eben, das natürlich jetzt schon nach einem zweiten Teil schreit. Sollte es diesen tatsächlich geben, werde ich dem vielleicht nicht unbedingt entgegenfiebern, aber schauen werde ich ihn bestimmt.

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5 Kommentare

  1. Anders als erhofft, scheint der Film in der breiten Masse nicht anzukommen. Disney hatte es ernsthaft auf einen zweiten „Avatar“-Erfolg angelegt. Also das ist auf jeden Fall anzunehmen wenn man sich die Produktionskosten von fast 600 Millionen US-Dollar betrachtet. Ich weiß nicht für was die PR-Leute bezahlt wurden, aber bei mir ist von dem ganzen Veröffentlichung ehrlich gesagt nichts angekommen. Nur die Nachricht eines „desaströsen Flops“ hat mich erreicht, was mich nicht unbedingt zu einem Kinobesuch animiert. Wer weiß vielleicht appelliert Disney hier an das Mitleid der Menschen und nicht am Interesse für großes Kino.

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