„Die Frau in Schwarz“ – Daniel Radcliffe in Horrorschocker!

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Ein abgeschiedenes Herrenhaus, ein Dorf voller seltsamer Gestalten, ein trauernder Geschäftsmann und ein rachsüchtiger Geist – nicht unbedingt ein neues Konzept für einen Gruselfilm. Doch ein erwachsener Daniel Radcliffe, der auf einem gutem Weg ist, sein „Harry Potter“-Image abzulegen, und die beunruhigende Atmosphäre heben den Film gekonnt aus der Masse mittelmäßiger Gruselschocker empor. Vielleicht bietet „Die Frau in Schwarz“ nicht viel Neues, bringt aber das angestaubte Genre mit jeder Menge Spannung und Schockmomenten gelungen zurück auf die Kinoleinwand. Wer sich bei einem Film mal wieder herrlich unwohl fühlen will, ist hier genau richtig.

Anwalt Arthur Kipps leidet immer noch unter dem Verlust seiner Frau, nimmt aber einen Auftrag an, der ihn in ein abgelegenes Herrenhaus führt, wo er sich um Papierkram der verstorbenen Eigentümer kümmern soll. Doch schon im nahegelegenen Dorf herrscht eine seltsame Angst und man versucht, den Fremdling schnell loszuwerden und ihn vor allem an dem Besuch des Herrenhauses zu hindern. Als Kipps dort die Erscheinung einer schwarzgekleideten Frau sieht und kurz darauf weitere Kinder im Dorf sterben, kommt er einem düsteren Geheimnis auf die Spur. Doch auch sein eigener kleiner Sohn ist bereits unterwegs in das Dorf, in dem Kindern ein grauenvoller Tod droht.

Gruselfilme gibt es wie Sand am Meer, aber „Die Frau in Schwarz“ versteht es, sich nicht in übertriebenen Schockmomenten oder blutigen Massakern zu verlieren, der Film lebt fast ausschließlich von der Atmosphäre. Ein besonderes Lob gebührt hier auch den Ausstattern, das Herrenhaus ist großartig mit verstörenden Gemälden und gruseligem Spielzeug ausgestattet, hier muss man das Grauen nicht sehen, man kann es trotzdem die ganze Zeit spüren.

Zudem bekommt Daniel Radcliffe eine verdiente Chance zu zeigen, dass aus dem als „Harry Potter“ bekannten Kinderschauspieler ein ernstzunehmender Charakterdarsteller werden könnte. Er bietet zwar keine oscarreife Darstellung, aber er lässt hoffen, dass man noch viel Gutes von ihm sehen wird. Vielleicht ja auch im zweiten Teil dieses Film, der schon beschlossene Sache sein soll.

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