„Iron Sky“ – Nazis vom Mond greifen die Erde an

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Vor einigen Jahren gab es im Internet einen kurzen Trailer über Nazis, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf den Mond geflüchtet sind und jetzt die Rückeroberung der Erde planen, kombiniert mit einem Spendenaufruf, um einen kompletten Spielfilm aus der verrückten Idee machen zu können. Einige Jahre und Spenden später ist „Iron Sky“ jetzt tatsächlich im Kino und konnte sogar deutsche Stars wir Götz Otto, Udo Kier und Tilo Prückner verpflichten. Während Effekte und Optik reltaiv gut gelungen sind, hapert es leider sehr bei der Handlung, die zwar einige lustige Ansätze zu bieten hat, aber eben doch nicht für einen ganzen Film ausreicht. Aber angesichts der Ambitionen der Filmemacher trotzdem ein interessantes Projekt.

Eine neue Mondmission der Amerikaner stößt auf dem Mond auf eine geheime Basis von Nazis, die nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg dorthin geflohen sind und eine neue Zivilisation aufgebaut haben. Als sie das Handy eines amerikanischen Astronauten als gigantische Energiequelle identifizieren, sollen weitere dieser Energiequellen von der Erde beschafft werden, um die neue Eroberung der Welt einläuten zu können. Doch die amerikanische Präsidentin ist noch viel verrückter als die Nazis vom Mond.

Man hatte hohe Erwartungen an „Iron Sky“, ein großartiger Trashfilm voller verrückter Ideen hätte es werden sollen, doch diese Erwartungen kann der Film nur teilweise erfüllen, zu sehr merkt man ihm an, dass vor allem beim Drehbuch Laien am Werk waren. Dabei gibt es so einige lustige Ideen wie z.B. das Albinoserum oder die Kurzfassung von Chaplins „Der große Diktator“ sowie parodistische Anspielungen auf das Machtgehabe der großen Regierungen auf der Erde, die hier und da zum Schmunzeln anregen. Die großen Lacher bleiben allerdings aus und da die Story fast ausschließlich von seiner Grundidee zu leben versucht, wirkt der Film mitunter recht zäh und langweilig.

Insgesamt ist „Iron Sky“ aber für einen Laienfilm zumindest optisch sehr ansprechend gelungen und dürfte gerade für Fans von B-Movies ein kleines Highlight darstellen. Vielleicht wären die Macher besser beraten gewesen, einen wirklich lustigen Kurzfilm zu produzieren, anstatt die überschaubare Handlung auf Spielfilmlänge zu dehnen, dann wäre aus dem Film sicher ein Kultfilm geworden.

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