„My Week with Marilyn“ – Gefühlvolles Monroe-Portrait

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Marilyn Monroe ist vielleicht eine der bekanntesten Schauspielerinnen aller Zeiten und dennoch auch ein Symbol für ein Opfer des Ruhms. Dieser Film widmet sich zwar nur einem sehr kurzen Auszug aus ihrem Leben und doch lässt er einen tief in Marilyns Psyche eintauchen, in eine emotionale Welt aus Begeisterung und Verzweiflung, großartig von Michelle Williams in Szene gesetzt. Perfekt trifft diesen Film ein abgegriffener, kitschiger Begriff: bezaubernd!

1956 will Schauspiellegende Sir Laurence Olivier zusammen mit der aufstrebenden Marilyn Monroe einen Film drehen, doch die Dreharbeiten geraten schnell aus der Bahn. Perfektionist Olivier kommt mit Monroes Sprunghaftigkeit, Unpünktlichkeit und ihrer Art zu schaupielern nicht klar, Marilyn hingegen fühlt sich von der Erwartungshaltung Oliviers unter Druck gesetzt. In dem jungen Regieassistenten Colin Clark findet sie hingegen einen Vertrauten, zwischen den beiden entwickelt sich eine Romanze. Colin lernt dabei nicht nur die bezaubernde Filmikone kennen, sondern gewinnt auch einen Einblick in das traurige Innere der Schauspielerin.

In diesem Film passt einfach alles zusammen, die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte mit einer großartigen Mischung aus Glanz und Schattenseiten der Filmwelt der 50er und auf der anderen Seite Marilyns Romanze und der Einblick in die Seele der Filmikone. Michelle Williams sorgt mit ihrer hervorragenden dafür, dass man verstehen kann, warum Marilyn Monroe so beliebt und erfolgreich war, warum sie so viele in den Wahnsinn treiben konnte und sich gleichzeitig jeder in sie verliebte, aber auch warum sie am Ende unter dem Druck zusammenbrach.

Doch nicht nur Michelle Williams kann hier beeindrucken, sowohl Eddie Redmayne als Colin Clark als auch Kenneth Branagh als Sir Laurence Olivier tragen großartig zur Wirkung des Films bei, abgerundet durch mit Judi Dench und „Harry Potter“-Star Emma Watson prominent besetzte Nebenrollen. Ein schönes Biopic, das trotz des sehr kurzen Lebensabschnitts vielleicht mehr Einblicke in die behandelte Person gibt als so manches lebensumfassende Biografie.

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