„Chernobyl Diaries“ – Guter Ansatz, langweilige Umsetzung!

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Wenn man sieht, wie sehr Horrorfilme heutzutage nach Schema F ablaufen, fragt man sich, was einen überhaupt mal daran gereizt hat. Dabei ist die Grundidee von „Chernobyl Diaries“ eigentlich ganz nett, der Film krankt allerdings an seiner vorhersagbaren Handlung, dem obligatorischen Opfern der Darsteller (natürlich in der typischen Reihenfolge) und den nicht konsequent ausgebauten „Killern“. Nettes Setting, aber absolut austauschbare Darsteller und eine so vorhersagbare und nicht mal ansatzweise neue Handlung, dass man sich hier das Kinogeld sparen kann. Wer allerdings sowieso nur einen typischen 08/15-Horrorfilm möchte, macht hier aber auch nichts falsch.

Ein Trupp Jugendlicher nimmt in der Ukraine an einem „Extremausflug“ in die verstrahlte Zone bei Tschernobyl teil. Als jedoch der Bus nicht mehr anspringt, müssen sie mit ihrem Reiseleiter die Nacht dort verbringen. Da zeigt sich dann allerdings, dass das Gebiet doch nicht so ausgestorben ist wie zuerst vermutet. Und es sind nicht nur mutierte Tiere, von denen Gefahr ausgeht, auch etwas Menschliches scheint überlebt zu haben.

Extremtourismus in die Zone um das zerstörte Atomkraftwerk in Tschernobyl, eine für einen Horrorfilm schon ausbaufähige Grundidee, aus der man viel hätte machen können. Doch nach anfänglichem Steigern des Gruselfaktors geht der Film zu schnell in die Vollen, zeigt dann aber wiederum zu wenig und nutzt die eingesetzten „Monster“ nicht besonders wirkungsvoll. Letzten Endes stirbt wie zu erwarten einer der Jugendlichen nach dem anderen, und das nicht unbedingt originell und nach heutigem Standard recht harmlos. Trotz der düsteren Atmosphäre läuft alles so altbekannt ab, dass jegliche Spannung schnell verfliegt, egal wie laut die Mädels schreien, wie dunkel die Räume sind und wie fies das Gerät zur Strahlenmessung piept.

Es gibt sicher schlechtere Horrorfilme, und wer nach zahlreichen Filmen nach demselben Muster noch einen mehr sehen möchte, dem wird dieser auch nicht weh tun. Überflüssig ist er trotzdem!

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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