„Ted“ – Witzige Teddy-Kinoversion von „Family Guy“!

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Humor ist sicher relativ, das kann man an diesem Film wieder mal sehr gut sehen, denn der Humor von „Family Guy“-Schöpfer Seth MacFarlane ist schon etwas spezieller. Gerne weit abseits des guten Geschmacks, herrlich politisch unkorrekt, frech und bisweilen schon fast böse, gespickt mit vielen Filmreferenzen und somit sicher nicht jedermanns Sache. Ich allerdings liebe „Family Guy“ und habe daher bei „Ted“ echt gut lachen können. Das ging im Kino wohl nicht allen so, vielleicht weil sich die ganzen Bezüge zu Filmklassikern wie „Flash Gordon“, „Alien“ oder „Indiana Jones“ der jüngeren Generation heute gar nicht mehr erschließen.

Der kleine John hat keine Freunde, doch dann bekommt er zu Weihnachten einen großen Teddy namens Ted und sein Wunsch, dieser möge lebendig sein und für immer sein Freund bleiben, geht in Erfüllung. Doch knapp dreißig Jahre später hat Ted sich zu einem versauten, kiffenden Proleten entwickelt, John lebt weiterhin mit ihm zusammen, will aber auch ein „erwachsenes“ Leben mit seiner Freundin Lori aufbauen. Das funktioniert auch nicht viel besser, als Ted ausziehen muss, John verplempert weiterhin sehr viel Zeit mit seinem haarigen Kumpel und setzt damit seine Beziehung und seinen Job aufs Spiel. Darauf warten nur ein Teddy-Fanatiker und sein dicker Sohn sowie Loris‘ notgeiler Boss.

Ja, der Humor von „Ted“ ist erwartungsgemäß sehr derb, versaut und mitunter weit unter der Gürtellinie. Wer das aber schon bei „Family Guy“ mochte, wird hier hervorragend unterhalten. „Ted“ punktet natürlich nicht mit einer tiefsinnigen, außergewöhnlichen Story, aber dafür mit vielen verrückten Einfällen, coolen Sprüchen und den absolut passend besetzten Schauspielern Mark Wahlberg und Mila Kunis, die bei „Family Guy“ übrigens auch die Tochter Meg spricht. Seth MacFarlane, der in der Serie fast alle anderen Charaktere spricht, leiht in seinem Debüt als Filmregisseur auch dem Teddy seine Stimme.

Auch hier machen einem Filmfreak die vielen Filmreferenzen Spaß, neben vielen Anspielungen auf andere Filmklassiker der 80er, kommt Trash-Movie „Flash Gordon“ hier zu ganz besonderer Ehre, John und Ted treffen auf einer Party nämlich auf Sam Jones, den Hauptdarsteller dieses Machwerks, der für beide eine Art Held der Kindheit ist. Schon alleine das, was sich MacFarlane dazu hat einfallen lassen, ist einfach nur genial.

Wer sich also auf das richtige Niveau eingestellt hat, wird beim „Donner-Song“ und den anderen Verrücktheiten voll auf seine Kosten kommen. Wer über „Family Guy“ nicht lachen kann, wird es hier vermutlich auch nicht können.

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