„James Bond: Skyfall“ – Auferstehung eines Agenten!

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Bevor Daniel Craig überhaupt in „Casino Royale“ sein Können beweisen konnte, wurde er von der Presse zerrissen, doch sein Debüt als 007 konnte überzeugen, schon alleine, weil man neue Wege ging und dem Geheimagenten ein wenig mehr Gefühl und Realismus aneignete. Sein zweiter Auftritt in „Ein Quantum Trost“ wollte dann leider nicht so zünden, umso mehr fragt man sich, ob der lange erwartete 23. (offizielle) Film, gleichzeitig zum 50. Kinojubiläum der 007-Filmreihe, wieder punkten würde. Und das tut er! Zwar ohne übertriebene Gimmicks und Weltrettungsszenarien, dafür mit etwas mehr Gefühl und einem Einblick in die Vergangenheit von 007, ist man mit der Filmreihe endlich in der heutigen Zeit angekommen.

Inhalt

Als James Bond von einem Schuss getroffen tief in einen Abgrund stürzt, hält man ihn für tot. Ein paar Monate versucht der Agent, seine dadurch gewonnene Freiheit mit Palmen und Alkohol zu bereichern, doch als der MI6 selber Zentrum von Anschlägen wird, die offensichtlich gegen seine Chefin „M“ gerichtet sind, kehrt er nach England zurück. Doch dort hat sich viel verändert, man will die Geheimdienstarbeit einstellen und „M“ entlassen, Bond selber hat viel seiner Fähigkeiten eingebüßt und schneidet nicht gerade gut bei den Eignungstests ab. Und doch schafft er es, dem Drahtzieher der Anschläge immer näher zu kommen.

Review

„Skyfall“ schafft es wirklich einmalig, James Bond menschlicher zu machen und ihm ironischerweise durch Alterserscheinungen und Gefühlsregungen eine Frischzellenkur zu verpassen. Dabei gelingt es auf der einen Seite, dem Franchise etwas mehr Drama-Elemente anzueignen und sich ein wenig von dem angestaubten Image zu lösen, um auf der anderen Seite ein solides Actionfeuerwerk zu zünden und mit passenden Anspielungen auf die alten Filme alle Hardcore-Fans glücklich zu machen. Der Film kann dabei zum einen mit seinen Darstellern punkten, neben Craig, Judi Dench und Ralph Fiennes spielt der erblondete Javier Bardem den Bösewicht des Films so großartig exzentrisch, dass er sich auf jeden Fall als einer der besten Gegenspieler ins Gedächtnis einprägen wird. Zum anderen ist „Skyfall“ gerade optisch ein Hingucker und versteht es, durch gelungene Arbeit bei Setting, Kamera, Ton und Schnitt keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Natürlich kann man auch bei diesem Film nicht wirklich von Realismus sprechen, aber „Skyfall“ wirkt neben „Casino Royale“ sicher am glaubwürdigsten, vermutlich auch, weil er James Bond etwas mehr Seele verleiht und sogar ein paar Einblicke in die Kindheit und die Psyche des Geheimagenten erlaubt. Die Handlung insgesamt ist recht überschaubar, ausnahmsweise geht es nicht um die Rettung der Welt, die Mission ist fast schon privater Natur. Das allerdings macht den Film rund, hier passt alles zusammen und doch ist es irgendwie der kleine Haken an vermutlich einem der besten Bond-Filme überhaupt, ein wenig fehlt einem dann doch der Größenwahn, die weltbedrohende Gefahr und der übertriebene Endkampf mit dem Gegenspieler. Aber das darf dann gerne wieder im 24. Bond-Film dabei sein, hier hätte es einfach nicht gepasst. Und nach diesem Film sollten sich auch die letzten Craig-Gegner auf seinen nächsten Auftrag freuen!

Bildergalerie


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