„Stirb langsam 5: Ein guter Tag zum Sterben“ – Mies!

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Es ist doch komisch, dass man Actionfans immer wieder mit dem gleichen Schema ins Kino locken kann, so wird auch Bruce Willis in seiner „Stirb langsam“-Reihe ausgeschlachtet, bis nichts mehr geht. Interessanterweise war der vierte Teil sogar recht kurzweilig geraten, wenn man von einem peinlich übertriebenen Ende absieht, dieser Neuaufguss ist allerdings nur noch was für unkritische Actionfans, denn außer übertriebenem Geballer hat der Film wirklich gar nichts mehr zu bieten. Und um sich an Originalität noch weiter zu unterbieten, kramt man hier mal den bösen Russen mal wieder aus der Mottenkiste heraus. Ach ja, wäre es für John McClane doch tatsächlich mal ein guter Tag zum Sterben gewesen, die Filmreihe hat es jedenfalls nicht überlebt.

John McClane erfährt, dass sein Sohn in Russland Probleme hat und reist dorthin, nur um zu erfahren, dass dieser inzwischen CIA Agent ist und wegen einer Tschernobyl betreffenden Verschwörung unter Beschuss ist. John hängt sich an seine Fersen, ist jedoch zuerst eher ein Klotz am Beim als eine Hilfe.

Hauptsache, es knallt und rummst und dazwischen Bruce Willis, mehr wird der Zuschauer bei einem „Stirb langsam“-Film doch nicht sehen, oder? Ach ja, das Lieblingszitat der Fans einbauen und noch mehr Action, Stunts und sinnentleertes Gelaber dazu packen, runde Sache! Nö, irgendwie nicht! Während „Stirb langsam 4.0“ streckenweise mit viel Selbstironie daher kam, verkommt hier alles zu einem total überzogenen Actionmurks. Spannung? Fehlanzeige! Humor? Auch nicht! Coolness? Nein! Wenn irgendwas die Vorgänger von der Masse der Actionfilme abgehoben hat, dann wurde er für diesen Teil wohl irgendwie vergessen. Auch die immer wieder gerne hervorgekramt Vater-Sohn-Annäherungsgeschichte funktioniert so gar nicht.

Kurzum, nur stumpfsinnige Actionfans könnten hier ihren Spaß haben, selbst Fans der „Stirb langsam“-Reihe sollten lieber nach dem vierten Teil aufhören. Aber wir können bestimmt sicher sein, dass der Film Kasse machen und ein sechster Teil folgen wird. Im Kino ist ja leider selten Qualität ein Garant für Erfolg, sondern eher das Gegenteil.

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