„Oblivion“ – Spannender Science-fiction-Thriller!

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Obwohl ich keinesfalls ein Fan von Tom Cruise bin, habe ich diesem Science-fiction-Film eine Chance gegeben und wurde positiv überrascht. Man hat sich zwar vieles von „2001“ über „Moon“ bis zu „Wall-E“ zusammengeklaut, aber insgesamt ist doch ein optisch und inhaltlich ansprechender Film dabei herausgekommen. Wie schon bei „Tron 2“ kann Regisseur Joseph Kosinski mit knalligen Spezialeffekten und donnerndem Soundtrack punkten, das Szenario ist interessant, auch wenn zum Ende Logiklücken, Pathos und Kitsch überwiegen. „Oblivion“ ist ansprechendes SciFi-Popcornkino für Zwischendurch.

Inhalt

Nach der Zerstörung des Mondes durch Aliens und einem Atomkrieg mit den Angreifern wurden diese zwar besiegt, die Welt aber größtenteils unbewohnbar. Jack Harper ist als Techniker auf der zerstörten Erde dafür zuständig, die Umwandlung der letzten Ressourcen für die auf einen Jupitermond geflohenen Menschen zu überwachen und gegen Angriffe der letzten überlebenden Aliens zu beschützen, seine Partnerin Victoria ist für die Kommunikation mit einer gigantischen Raumstation über der Erde zuständig. Jacks Gehirn wurde zwar zur Sicherheit für die Mission gelöscht, doch immer wieder überkommen ihn Erinnerungen an die Vergangenheit. Als Jack eine Überlebende nach einem Absturz rettet, gerät sein ganzes Weltbild ins Wanken.

Review

Der Film lebt von vielen originellen Ideen auf der einen Seite, bedient sich aber recht oft bei anderen SciFi-Klassikern und greift dann doch immer wieder auf stereotype Actionszenarien zurück. Er kann sich daher vom Anspruch her nicht mit Filmen wie „Moon“ messen, hebt sich aber trotzdem vom SciFi-Durchschnitt ab. Stars wie Tom Cruise und Morgan Freeman spielen souverän, aber nicht außergewöhnlich, das gilt auch für Nebendarsteller wie Olga Kurylenko oder Nikolaj Coster-Waldau. Trotzdem kann der Film optisch punkten und letztendlich auch die ganze Zeit unterhalten, wenn er auch das Rad nicht neu erfindet. Für SciFi-Fans ist „Oblivion“ den Kinobesuch daher schon wert.

Weltuntergangsszenarien sind weiterhin ein beliebtes Thema, Mitte des Jahres schickt M. Night Shyamalan Will Smith und seinen Sohn zurück auf eine entvölkerte Erde, man kann gespannt sein, wie „After Earth“ im direkten Vergleich mit „Oblivion“ abschneiden wird.

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Ein Kommentar

  1. Was für eine vertane Chance! Der Film ist optisch und vom drähnenden Soundtrack her so großartig, wie ich schon lange keinen Film mehr gesehen habe! Gegen solche fotorealisitschen CGI-Effekte habe ich dann auch tatsächlich nichts mehr (was aber auch daran liegt, dass wie bei „Prometheus“ tatsächlich viel an realen Orten gedreht wurde und nicht nur im Studio). Aber die Geschichte, die ebenfalls anfangs noch recht spannend und interessant ist, verliert sich im Lauf der Zeit in immer mehr Ideen, die aber alle nicht so recht zusammenpassen wollen und den Film mit jeder vergangenen Minute schlechter machen … endend in einem wirklich ziemlich schlechten Ende. Dennoch ist der Film meiner Meinung nach sehenswert im wahrsten Sinne des Wortes! Schade, dass die Story nur viele Fragmente aus anderen Filmen klaut, daraus aber auch nichts wirklich Sinniges schafft.

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