„Kick-Ass 2“ – Amüsante Fortsetzung!

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Wenn manche Genres endlos ausgeschlachtet werden, gibt es immer wieder kleine Highlights dazwischen, ein Beispiel dafür war „Kick-Ass„, der das Superheldengenre herrlich absurd, komisch und brutal auf die Schippe nahm. Jetzt ist die Fortsetzung im Kino angelaufen, die als zweiter Teil grundsätzlich funktioniert und die Geschichte sinnvoll weiterspinnt, doch irgendwie kann sie sich nicht mit dem Erstling messen. Vielleicht fehlt ein wenig der rote Faden und man hätte auf den Pathos-Anteil verzichten sollen. Dafür gibt aber wieder herrlich brutal auf die Fresse, vor allem von der unschlagbaren Chloe Grace Moretz als Hit-Girl!

Als Mindy ihre Aktivitäten als Hit-Girl wegen eines Versprechens einstellt, schließt sich Dave alias Kick-Ass der Verbindung „Justice Forever“ an, bei der ein Haufen Versager in Kostümen zusammen mit einem knallharten Anführer den Gesetzlosen den Kampf ansagen. Doch Chris, dessen Gangstervater Kick-Ass und Hit-Girl eins um die Ecke gebracht haben sinnt auf Rache, ersetzt seinen alten Namen Red Mist mal durch The Motherfucker, schart einen Trupp brutaler Irrer um sich und startet einen brutalen Rachefeldzug ohne Rücksicht auf Verluste. Bald wird aus dem Superheldenspaß tödlicher Ernst, und Dave erkennt, dass er ohne Mindy keine Chance hat.

Herrlich unkonventionell choreografierte Kampfszenen, ein amüsanter Haufen Freaks und eine bekloppte Story findet man auch hier, somit werden Fans des Erstlings auch hier auf ihre Kosten kommen. Trotzdem fehlt dem zweiten Teil der Charme von „Kick-Ass“, Chloe Grace Moretz schockt zwar immer noch, hatte aber natürlich damals wegen ihres Alters noch mehr die Nase vorn. Aaron Taylor-Johnson steht als Titelheld auch hier wieder in ihrem Schatten, Jim Carrey hat definitiv seinen grandiosen Momente, kann sich aber nicht mit der Performance von Nicholas Cage im ersten Teil messen. Auch Donald „Turk“ Faisons Nebenrolle bleibt eher unscheinbar.

Vielleicht ist es der ernste Beigeschmack, der dem Film hier und da anhaftet und einen hin und wieder den Spaßfaktor killt, wenn er auch für die Handlung nicht verkehrt ist. Insgesamt schockt der Film, nimmt einen wieder mit auf eine brutale Achterbahnfahrt voller cooler Sprüche, genialer Kampfszenen und verrückter Einfälle, doch jetzt sollte auch Schluss sein, eine weitere Fortsetzung würde „Kick-Ass“ wohl nur schaden.

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