„Dexter“ – Staffel 8 und ein schwaches Serienfinale

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Neben „Breaking Bad“ endet diesen Herbst auch eine weitere Serie: „Dexter“ ist nach acht Staffeln vorbei. Zeit, ein kleines Resümee zu ziehen! Die Idee der Serie ist von Anfang an sehr interessant gewesen und lag ganz im Zeitgeist, das Böse als Teil eines jeden und nicht mehr ultimativ darzustellen. Das raffinierte Experiment, die Hauptfigur zum Sympathieträger zu machen, obwohl sie ein leidenschaftlicher Massenmörder ist, hat funktioniert. Doch mit der Zeit hat es der Serie immer mehr an neuen Ideen gefehlt und auch die – schon von Anfang an vorhandenen – Logiklücken und Charakter-Inkonsistenzen nahmen eher zu als ab.

Meiner Meinung nach bildete Staffel 1 einen guten Auftakt, dem aber ein wenig fehlte, um wirklich brilliant zu sein. Die zweite Staffel hat das dann allerdings nachgeholt, eine langweilige 3. Staffel wurde hinterhergeschoben und mit der 4. Staffel ist die Serie vermutlich an ihrem Höhepunkt angekommen. Doch Staffel 5, 6 und 7 konnten dem Ganzen (bis auf ein paar ereignisreiche letzte Folgen – die dann aber dann doch wieder wenig Relevanz hatten) leider wenig neue Anreize liefern und spulten sich immer nach dem gleichen Prinzip herunter (ähnlich vertane Chance wie bei „24„). Die Serie schien am Ende ihres Einfallsreichtums zu sein – das sahen wohl auch die Macher, die dann beschlossen, mit der 8. Staffel aufzuhören. Und diese startete wirklich recht stark, wurde zum Ende hin aber dermaßen hanebüchen, dass mir das Serienfinale irgendwann relativ egal wurde.

Spoiler Staffel 8: Spoiler zeigen

Und dies sind nur ein paar der unschönen Ungereimtheiten der Staffel 8, die im Finale dann leider doch um einiges unspannender war, als sie begonnen hat. Da halfen auch die zunächst noch sehr interessante Dr. Vogel und Sean „Young Indy“ Patrick Flanery, der hier mal wieder seit langem einen spannenden Charakter spielt, nicht mehr weiter. Schade, ich hätte mir gewünscht, nochmal eine wirklich befriedigende letzte Staffel zu bekommen, aus der nochmal alles rausgeholt wird.

Aber dennoch ist „Dexter“ keine schlechte Serie. Durch ihres leichtfüßigen Stils (trotz hohen Gewaltgrades) und schwarzen Humors war sie auch in schlechten Zeiten zumindest unterhaltsam; so habe ich die ersten Staffeln gebannt geschaut, die späteren immerhin noch gut unterhalten.

Aber vielleicht fanden andere dieses Serienfinale ja auch genau richtig? Insofern: Leb wohl, Dexter!

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