„Robocop“ – Wenig originelles Remake des Klassikers!

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Paul Verhoevens Original-„Robocop“ aus den 80ern war ein Meilenstein, brutal und intelligent zugleich. Wie zu erwarten fehlt der Neufassung wie den meisten Remakes einfach das Herz der Vorlage, hier wurden die alten Ideen auf Hochglanz poliert und glatt gebügelt, die Handlung ein wenig an den heutigen Zeitgeist angepasst, aber letzten Endes eben nur schlecht kopiert und nicht neu erfunden. Hauptdarsteller Joel Kinnaman kann dem damaligen „Robocop“ Peter Weller absolut nicht das Wasser reichen und auch die Nebendarsteller wie Gary Oldman, Michael Keaton, Jackie Earle Haley oder Samuel L. Jackson können den Film nicht aus dem Mittelmaß herausheben.

In der Zukunft diskutiert man, ob Polizeiarbeit nicht besser von Robotern ausgeführt werden kann. Als der anständige Cop Alex Murphy bei einem Anschlag fast tödlich verwundet wird, erstellt man für ihn einen künstlichen Körper, um so der kritischen Bevölkerung einen Roboter mit menschlichen Zügen zu präsentieren. Der neue „Robocop“ kann dank seiner technischen Überlegenheit schnell einige Verbrechen aufklären und lang gesuchte Kriminelle ausfindig machen, doch merkt Murphys Frau schnell, dass man bei ihrem Mann immer mehr die letzten menschlichen Züge ausschaltet, um ihn effizienter zu machen.

Die Handlung ist auch heute noch aktuell, der Zeitpunkt für ein Remake sicher nicht verkehrt, das Ergebnis in Ordnung, aber im Vergleich mit der Vorlage eben leider nur ein polierter Neuaufguss, der wenig vom Charakter und dem düsteren Grundton der Vorlage übernommen hat. Deutlich gewaltfreier und mit vielen bunten Effekten wurde der Film auf ein anspruchsloseres Publikum zugeschnitten. Sicher werden viele, die den alten „Robocop“ nicht kennen, hier auch auf ihre Kosten kommen, allen Fans des Originals wird es aber nicht reichen.

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