„Stromberg – Der Film“ – Gelungene Fortsetzung der Serie

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Christoph Maria Herbst konnte als „Stromberg“ bereits in fünf Staffeln seiner erfolgreichen TV-Serie jede Menge Fans begeistern, wobei die sich wohl nie so richtig entscheiden konnten, ob sie den Serienhelden nun lieben oder hassen sollten. Mit „Stromberg – Der Film“ wird die Geschichte des Leiters der Schadensabteilung einer großen Versicherung zu Ende erzählt, und das wirklich gut. In vielen Fällen schießt eine Filmversion oft über das Ziel heraus und will sich nicht an die TV-Version anpassen, das ist hier nicht der Fall. Bernd Stromberg kann nicht nur mit großartigen Sprüchen punkten, neben zahlreichen Fettnäpfchen bekommt er hier sogar den ein oder anderen Sympathiepunkt.

Bernd Stromberg hört, dass viele Mitarbeiter der Versicherung Rationalisierungen zum Opfer fallen könnten und fährt daher mit seinen Angestellten zur großen Firmenfeier, natürlich in erster Linie, um seinen eigenen Job zu retten. Doch dann schlägt die Feier eine ganz andere Richtung ein, nicht zuletzt wegen Bernd Stromberg.

Christoph Maria Herbst wird immer mit Bernd Stromberg in Verbindung gebracht werden, hat er doch einen der bekanntesten Charaktere der deutschen Comedywelt erschaffen. Über fünf Staffeln hatte er die bösesten Sprüche auf Lager und gerade aufgrund seiner übertriebenen Selbstüberschätzung fast kein Fettnäpfchen ausgelassen. Bernd Stromberg ist ein Arschloch, allerdings immer mit etwas Herz, das ist auch im Film nicht anders. Die Handlung der Serie wird konsequent fortgeführt, das Arschloch kann allerdings mit etwas Würde abtreten.

Fans der Serie werden voll auf ihre Kosten kommen, schließlich wird hier nicht die Handlung der Serie fortgesetzt, es bekommen neben Bjarne Mädel und Oliver Wnuk auch nahezu alle anderen Charaktere aus allen Staffeln mindestens einen kurzen Gastauftritt. Dazu kommen ein paar böse Seitenhiebe auf Vorstandsfeiern eines bekannten Versicherungsunternehmens und etwas Gesellschaftskritik, alles in allem eine wirklich perfekte Mischung. Für Fans ein unbedingtes Muss, man sollte aber schon alle Staffeln gesehen haben, um voll auf seine Kosten zu kommen.

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Ein Kommentar

  1. Ziemlich gelungen! Hier werden viele typische Fehler von einer Umsetzung Serie –> Kinofilm vermieden und der Geist und Qualität der Serie (Durchschnitt aller Staffeln) bleibt erhalten. Alleine das Ende wird ein wenig übertrieben, aber dafür klug mit heutigen Stimmungen der Gesellschaft verknüpft und als Abschluss der Stromberg-Geschichte sehr passend (und mit einem großen Cameo!). Generell ist es beeindruckend, dass tatsächlich ALLE Charaktere der Serie zumindest einen kleinen Auftritt im Abspann bekommen haben, selbst Berkel und Tukulu (obwohl die in der Serie schon lange nicht mehr vorkamen). Alleine das bietet einen runden Abschluss. Viele Wortwitze sind gelungen, auch einige witzige Szenen, die zwar zum Teil ein wenig so wirken, als wolle man auf Nummer sicher gehen und Bekanntes aufwärmen – im Großen und Ganzen ist das aber nicht der Fall. Sehr gut gelungen!

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