„Sin City 2 – A Dame To Kill For“ – Einfach nur mies!

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Für die meisten Filmfreaks kam 2005 mit „Sin City“ ein wahrer Meilenstein in die Kinos, der nicht nur mit seiner einzigartigen Optik, sondern auch mit sehr viel Coolness und Humor überzeugen konnte, garniert mit einer verrückten Sammlung an Geschichten der Comicvorlage und großartig besetzten Schauspielern. Immer wieder gab es Gerüchte über die Fortsetzung, nach fast 10 Jahren ist sie nun endlich da… und enttäuscht auf voller Länge. Nichts erinnert an den ersten Teil, selbst die Optik wirkt billig, die Rückkehr der alten Schauspieler ist erbärmlich, aber auch die neuen können nicht gegen die Handlung anspielen, denn die ist einfach nur konfus, langweilig und ohne roten Faden. Wie man etwas so verhunzen kann, ist für mich in keiner Form nachvollziehbar.

Marv kommt nach einem Autounfall zu sich und versucht sich daran zu erinnern, warum um ihn herum kaputte Autos und Leichen liegen, Dwight wird von seiner Ex in ein fieses Intrigenspiel verwickelt, Johnny kann beim Spielen nicht verlieren, hätte aber nicht gegen Senator Rourke gewinnen sollen und Nancy will eben diesen als Racheakt für den Tod an Hartigan töten. Gemeinsam haben sie die verruchte Stadt, in der alles passiert: Sin City.

Im ersten Moment klingt es so, als würde man all seine Lieblingscharaktere wiedertreffen, auch wenn viele den ersten Teil nicht überlebt haben. So sind auch tatsächlich Mickey Rourke, Bruce Willis, Rosario Dawson und Powers Boothe wieder in den alten Rollen zu sehen, die allerdings vor, neben und nach der Handlung des ersten Teils spielenden Geschichten sind so nichtssagend und lieblos zusammengewürfelt, dass sich einfach kein roter Faden finden lassen will. Selbst als Episodenfilm funktioniert er nicht, zu langweilig und uneigenständig sind die einzelnen Handlungsstränge. Die Neulinge Josh Brolin, Eva Green, Ray Liotta und Joseph Gordon-Levitt geben sich zwar Mühe, aber gegen das miese Drehbuch können auch sie nicht anspielen.

Cool ist hier gar nichts, spannend auch nicht, ein Unterhaltungswert absolut nicht vorhanden. Nachdem die erste Szene mit Marv noch ansatzweise das alte Feeling aufkommen lässt, geht es danach nur noch bergab. Weder Gewalt noch Sex sind hier so originell umgesetzt wie im ersten Teil, irgendwann ist man von Eva Greens Brüsten nur noch genervt! Also vielleicht noch mal die Kinofassung des ersten Teils schauen, der Recut hatte zwar ein paar neue Szenen, zerstörte aber alles mit seiner Aufteilung auf die einzelnen Geschichten, und sich dann einreden, danach wäre nichts mehr gekommen. Das ist auf jeden Fall besser als sich nach fast einem Jahrzehnt dermaßen enttäuschen zu lassen.

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Ein Kommentar

  1. Die Zeit für eine Fortsetzung ist eindeutig verpasst worden. Die Welt hat sich weitergedreht. Und so ist der Film nicht nur in nahezu jeder Hinsicht schlechter als sein Vorgänger, sondern einfach nur noch ziemlich uninteressant. Verglichen mit dem „300“-Sequel ist „Sin City 2“ aber noch ansehbar.

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