„Jersey Boys“ – Eastwood verfilmt „Four Seasons“-Musical

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Die Band „The Four Seasons“ hat heute vielleicht nicht mehr den größten Bekanntheitsgrad und doch kennt wohl jeder Songs wie „Big Girls Don’t Cry“, „Sherry“ oder „Rag Doll“. Die Geschichte einer der erfolgreichsten Bands der 60er wurde bereits als Musical inszeniert, auf dessen Basis jetzt kein Geringerer als Clint Eastwood einen Film gemacht hat. Der ist zwar gut inszeniert und kann mit den tollen Songs der Bands punkten, aber ein wirkliches Highlight in Eastwoods Regie-Karriere ist er nicht. Wer auf Musiker-Biopics und den Sound der 60er steht, sollte sich den Film aber trotzdem nicht entgehen lassen.

New Jersey in den 60ern. Tommy weiß, dass Frank ein begnadeter Sänger ist, doch als er ihn in seine Band holt, ahnt er noch nicht, welche Karriere den beiden bevorsteht, raus aus dem kleinkriminellen Milieu, hinauf auf die großen Bühnen. Doch der Weg dort hin ist nicht einfach und auch auf dem Gipfel des Erfolgs werden sie von ihrer Herkunft wieder eingeholt, eine Zerreißprobe für die Freundschaft und die Band. Doch die Zeit der Schicksalsschläge ist für Frank noch nicht vorbei.

Die Songs der „Four Seasons“ sind zeitlos, musikalisch kann der Film auf jeden Fall punkten, schauspielerisch ist er ebenfalls grandios besetzt, nicht nur John Lloyd Young, der für die Rolle des Frank Valli schon in der Musicalversion auf der Bühne stand, auch die anderen Bandmitglieder sowie Christopher Walken in einer Nebenrolle machen ihre Sache sehr gut. Allerdings stört es immer etwas, dass man hier kein Biopic, sondern die Musicalversion eines Biopics sieht, in der man immer wieder direkt von den Charakteren angesprochen wird. Wie sehr sich der Film an die Realität hält, kann ich nicht beurteilen, vieles hätte ich mir in einem reinen Biopic vielschichtiger und tiefgehender gewünscht, gerade bei den Tiefpunkten, die gerade Frank Valli durchleben musste. Was bleibt, ist ein netter Film mit toller Musik, den man auf jeden Fall mal ansehen kann. Fans von Clint Eastwood werden dessen Mitwirken allerdings schwer erkennen, zu weit weg ist dieser Film von seinen bisherigen Werken als Schauspieler und Regisseur. Man kann nur vermuten, dass ihn vielleicht gerade das gereizt hat und schlecht macht er seine Sache auch bei diesem Film nicht.

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