„96 Hours – Taken 3“ – Liam Neeson tötet wieder!

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Früher stand Liam Neeson für Filme wie „Schindler’s Liste“, „Rob Roy“ oder „Star Wars – Episode I“, doch seit „Taken – 96 Hours“ scheint er fast nur noch den gleichen Typus zu spielen und das auch zu genießen. Nicht nur in der Fortsetzung „96 Hours 2„, auch in „Non-Stop“ und demnächst in „Run All Night“, spielt Neeson die Ein-Mann-Kampfmaschine, die dank hervorragender Ausbildung zum Töten die Schwachen vor den Bösen beschützt. Jetzt kommt bereits der dritte Teil der „Taken“-Reihe in die Kinos, auch der ist kurzweilig, etwas mehr als ein Neuaufguss der ersten beiden Teile, aber eben doch nicht mehr als ein 08/15-Actionfilm.

Seit Bryan Mills nicht mehr als Spion arbeitet, musste er seine Fähigkeiten im Aufspüren und Eleminieren schon mehrfach zum Schutz seiner Familie einsetzen, doch als seine Ex-Frau getötet wird und alles auf ihn als Mörder hindeutet, hat er plötzlich selber das FBI auf den Fersen und muss unter erschwerten Bedingungen die wahren Mörder finden.

Der erste Teil war actionreich, spannend und aufgrund der Thematik noch sehr interessant, der zweite Teil eine schlichte Kopie des ersten Teils. Die zweite Fortsetzung versucht zwar eine andere Richtung einzuschlagen, aber so richtig funktionieren will das nicht. Hatte man in den ersten beiden Teilen immer das Gefühl, Mills hätte alles im Griff, verhält er sich hier manchmal schon fast dämlich, man kauft ihm einen wirklichen Plan nicht mehr so richtig ab. Getoppt in Unfähigkeit wird er jedoch nur durch das FBI, das einen Fehler nach dem anderen begeht und dessen Hauptermittler, gespielt von Forest Whitaker, soll wohl als sehr intelligent dargestellt wirken, verhält sich aber fast am blödesten. Das alles gipfelt am Ende in einem „Du warst ja unschuldig und hast aus gutem Grund Menschen gefährdet und vermutlich sogar getötet, Schaden in Millionenhöhe angerichtet und dabei alle Gesetze außer Acht gelassen, also Schwamm drüber, Kumpel!“-Fiasko.

Insgesamt ist auch der Film als Actionfilm in Ordnung, Fans der ersten beiden Teile werden sicher auf ihre Kosten kommen, aber ob man die Reihe noch weiter ausschlachten muss, sollten sich die Macher lieber noch mal überlegen, der Slogan „Alles endet hier“ ist bestimmt nicht ernst gemeint. Dann lieber noch mal Denzel Washington als „Equalizer„, ähnlicher Ansatz, aber mal etwas anderer Stil. Naja, wie schon erwähnt, kommt mit „Run All Night“ ja bald der nächste Neeson-Film nach dem gleichen Schema.

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