„Tusk“ – Absurder Horror von Kevin Smith!

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Ich bin sehr zweigeteilt, wenn es um Kevin Smith geht. Ich liebe „Dogma“ oder auch „Mallrats“, aber die meisten anderen Filme von ihm sind mir zu zotenlastig. Zudem steht es ihm meiner Meinung nach nicht zu, so arrogant über andere Filmemacher zu urteilen, wenn er doch selber nicht viel Großartiges zustande gebracht hat. Trotzdem habe ich mir auch „Tusk“ angesehen und eigentlich zuerst einen Vampirfilm erwartet, doch dieser Film ist einfach nur absurd anders und das nicht im positiven Sinne. Wer ihn unbelastet schauen will, sollte nicht weiterlesen und sich ohne Vorkenntnisse an den Film herantrauen. Ich würde allerdings nur Freunden des ganz absurden Kinos dazu raten.

Wallace ist ein arroganter Blogger, der auf der Suche nach verrückten Personen ist, aus deren Schicksal er Profit schlagen kann. Irgendwo in Kanada stolpert er über eine komische Nachricht und trifft sich in einem weit abgelegegen Haus mit einem alten Mann, der offensichtlich viele kuriose Geschichten zu erzählen hat. Doch als er das Bewusstsein verliert und später mit nur einem Bein aufwacht, wird ihm langsam klar, dass er einem sehr kranken Menschen ausgeliefert ist, doch das Ausmaß des Irrsinns ist ihm immer noch nicht klar…

Achtung Spoiler! Es handelt sich um einen Walross-Horrorfilm! Was das bedeutet, muss sich der interessierte Irre tatsächlich selber antun, denn was der Verrückte alles mit Wallace anstellt, um seine Vergangenheit mit einem geliebten Walross wieder aufleben zu lassen, lässt sich nicht beschreiben und kann wohl auch nur einem verrückten Hirn wie dem von Kevin Smith entwachsen.

Jetzt könnte man sagen, der Film wäre gut wegen seiner Originalität. Der Punkt geht definitiv an „Tusk“, so etwas absurdes habe ich noch nie gesehen und es hat mich auch noch Tage später verwirrt. Hinzu kommt, dass Michael Parks und Justin Long dem Irrsinn auch perfekte Gesichter geben, doch damit hört es dann auch auf. Die verrückte Idee bietet nicht genug Stoff für einen ganzen Film, die Handlung ist teilweise zu flach und am schlimmsten ist der zur Unkenntlichkeit maskierte Johnny Depp als französischer Polizist, der einfach nur nervt. „Tusk“ ist damit wie die meisten Filme von Kevin Smith einfach nicht gut, kann sich aber mit Absurdität immerhin in die Mittelmäßigkeit retten.

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