„Maggie“ – Zombie-Drama mit Schwarzenegger!

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Wenn man „Zombiefilm“ hört, denkt man, dass man bereits alles gesehen hat. Wenn man dann noch hört, dass Arnold Schwarzenegger der Hauptdarsteller ist, erwartet man Action, jede Menge Gewalt und nicht unbedingt viel Tiefgang. Weit gefehlt! „Maggie“ ist eher ein Drama als ein Horrorfilm und widmet sich auf ganz spezielle Weise der Thematik, wie man damit umgehen würde, wenn ein geliebtes Familienmitglied infiziert und in naher Zukunft ein blutrünstiges Monster werden wird. Toll inszeniert, großartig gespielt! Wieder ein toller Film, der leider bei uns gar nicht erst im Kino angelaufen ist.

Wade Vogel ist Farmer und hat endlich seine Tochter Maggie wiedergefunden, die von einem infizierten Untoten gebissen wurde und danach weggelaufen ist. Da die Zeit bis zur Verwandlung in ein Monster ein paar Wochen dauert, holt er Maggie nach Hause und versucht ihr die letzten Tage so angenehm wie möglich zu machen. Die Liebe zu seiner Tochter überwiegt gegenüber der drohenden Gefahr und Wades Umfeld würde Maggie lieber in ein Lager bringen, wo die Infizierten untergebracht und dann getöten werden, wenn sie zu Zombie mutiert sind. Doch Wade will bis zum Ende für Maggie da sein.

Arnold Schwarzenegger spielt hier einen ruhigen, gutmütigen Farmer, der hier mal nicht Jagd auf die Monster macht, sondern sich rührend um sie kümmert. Diese eher untypische Rolle spielt Schwarzenegger glaubwürdig und einfühlsam. Aber auch Abigail Breslin als infizierte Tochter kann mit ihrer schaupielerischen Leistung punkten. Aber das Beste ist die interessante Herangehensweise an ein bereits völlig ausgeschlachtetes Filmthema. Auch in anderen Zombiefilmen wird thematisiert, wie schwer es ist, einen geliebten Menschen aufzugeben, selbst wenn er sich in ein Monster verwandelt. Doch die Entscheidung wird meistens durch eine schnelle Verwandlung und einen brutalen Angriff leicht gemacht. Was aber, wenn die Verwandlung nur schleichend und über einen längeren Zeitraum passiert? Wenn der Infizierte bis zum unvermeidlichen Ende verängstigt und bei vollem Verstand ist? Wenn die Alternative eine Art Vernichtungslager ist? Wenn das Betreuen des Infizierten den Tod für einen selbst und alle anderen in der Umgebung bedeuten kann? Ein interessanter Ansatz, der hier sehr originell umgesetzt wird. Infizierte sind hier übergangsweise Kranke, denen man zwar nicht helfen kann, sie aber bestmöglich noch in den Alltag mit einbindet. Die von überall Angst und Abneigung zu spüren bekommen, obwohl sie nichts für ihren Zustand können.

Wer diese Grundthematik interessant findet, sollte unbedingt eine Möglichkeit finden um „Maggie“ anzuschauen. Ein Zombiefilm, der mehr auf Gefühl als auf Gewalt und mehr auf Drama als auf Horror setzt. Und mal einen völlig anderen Schwarzenegger zeigt.

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