„Marco Polo“ – Der italienische Händler bei den Mongolen!

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Wenn Netflix eine Serie über Marco Polo, den bekannten Händler und Reisenden aus Italien, dreht, würde man sicher tolle Landschaftsaufnahmen von vielen exotischen Orten erwarten, doch die erste Staffel der Serie konzentriert sich fast ausschließlich auf Polos Aufenthalt im 13. Jahrhundert am Hof der mongolischen Nachfolger von Dschingis Kahn. Die Erfahrungen und Erlebnisse dort sind durchaus interessant inszeniert, aber irgendwie eben nicht das, was man erwartet hat. Aufwendig in Szene gesetzt, gut gespielt und doch nicht ganz überzeugend. Man darf gespannt sein, wie es in der geplanten zweiten Staffel weitergehen wird.

Inhalt

Marco Polo schließt sich seinem Vater bei dessen Reise durch Asien an, wird von diesem allerdings als Pfand am Hof des mongolischen Herrschers Kublai Kahn zurückgelassen, damit er seine Reise fortsetzen kann. Obwohl Polo ein Gefangener ist, lässt ihm der Kahn viele Freiheiten und lässt ihn in mongolischen Sitten und Kampfkünsten unterweisen. Zugleich nutzt der Kahn Polos Verstand und Wortgewandtheit und behandelt ihn fast wie einen Sohn. Damit kommt Polo unweigerlich zwischen die Fronten zwischen Mongolen und rebellischen Chinesen, aber auch bei den Intrigen am Hofe des Khans. Polo muss für sich selber erkennen, wem seine Loyalität gilt, wem er trauen kann und was er eigentlich selber erreichen möchte.

Review

Netflix hat für die Serie ganz offensichtlich ein ordentliches Budget locker gemacht, die Darsteller wie Lorenzo Richelmy, Benedict Wong, Joan Chen oder Chin Han sind gut besetzt, generell macht der umfangreiche Cast seine Sache sehr gut. Optisch und schauspielerisch kann die Serie überzeugen, auch die Handlung hat viele interessante Aspekte. Doch insgesamt will „Marco Polo“ einfach nicht genug fesseln, weiß man doch, dass der Hauptdarsteller überleben wird und fehlt einem doch etwas Abwechslung in der Ausrichtung der Serie. Trotzdem hat die Serie Potential, dass sie vielleicht in der für Ende 2015 angekündigten zweiten Staffel noch besser entfalten kann.

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